Enthüllung der Kunstinstallation „Kristalltag“ und Eröffnung der „Goldenen Rathaus-Passage“

Vizebürgermeister Gunter Mayrhofer, Mag. Katrin Auer, Geschäftsführerin des Museum Arbeitswelt Steyr,  Karl Ramsmaier, Mauthausen Komitee Steyr, Vizebürgermeister Willi Hauser, Gemeinderätin Michaela Frech (v. l.). | Foto: Peter Röck
  • Vizebürgermeister Gunter Mayrhofer, Mag. Katrin Auer, Geschäftsführerin des Museum Arbeitswelt Steyr, Karl Ramsmaier, Mauthausen Komitee Steyr, Vizebürgermeister Willi Hauser, Gemeinderätin Michaela Frech (v. l.).
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STEYR. Gemeinsam mit dem Mauthausen Komitee Steyr lud der Künstler Johannes Angerbauer-Goldhoff am 6. November – im Gedenken an das antisemitische Pogrom von 1938 – zur Enthüllung des Kunstwerks „Kristalltag“ in der Steyrer Rathaus-Passage.
Ermöglicht durch die Schenkung des Künstlers und den einhelligen politischen Willen ist die Kunstinstallation der Erinnerung an damals und heute verfolgte und vertriebene Menschen gewidmet.
Angerbauer-Goldhoff, der aus persönlichen Gründen nicht anwesend sein konnte, aber intensiv in Gedanken der Feierlichkeit bewohnte, schuf das Kunstwerk im November 1998. Damals hinterließen 38 Personen, die selbst als Vertriebene auf der Flucht waren, auf dem von Blattgold überzogenen Portrait von Herschel Grünspan ihre Spuren, die wiederum mit Sicherheitsglas konserviert wurden. Die Glasscheibe wurde im Gedenken an die jüdischen Opfer der sogenannten „Reichskristallnacht“ zerschlagen.
Vize-Bürgermeister Willi Hauser würdigte das Geschenk Angerbauer-Goldhoffs an die Stadt Steyr. Vor allem der Platz in der Rathaus-Passage sei gut gewählt: „In einem Haus, in dem über die Handlungen, Normen und Zukunft der Stadt Entscheidungen fallen und das auch als Passage für viele Menschen zugänglich ist“, so Hauser, der Angerbauer-Goldhoff als einen der bedeutendsten Künstler der Jetzt-Zeit in Steyr schätzt.
Gunter Mayrhofer, Vize-Bürgermeister und Stadtrat für Kultur, dankte dem Künstler ebenso für seine Initiative und betonte die Bedeutung des Namens „Kristalltag“ als Gegensatz zur „Kristallnacht“. Denn das Novemberpogrom 1938 war eine Nacht, „die Europa nicht nur an diesem Abend, sondern auch viele Jahre danach umschlungen hielt.“ Es dauerte Jahre, bis das Licht wieder zurückkehrte.

Katrin Auer, Geschäftsführerin des Museum Arbeitswelt Steyr, verwies in ihrer Festrede auf die Intention des Künstlers, dass Gold, dessen Gewinnung nur durch Ausbeutung und Zerstörung von Mensch und Natur möglich ist und dessen Aneignung meist mit Raub und Krieg verbunden ist, Schuld in sich trägt und Verantwortung bedeutet. „Denn auch wie Gold immer wieder geschmolzen und in neue Formen gegossen werden kann, müssen wir wachsam sein, dass verbrecherische Ideologien wie der Nationalsozialismus oder Faschismus nicht in neues Gewand gekleidet wieder unser Leben bestimmen.“

Umrahmt von der musikalischen Begleitung des Instrumentalensembles des BRG Steyr unter der Leitung von Christian Hatzenbichler wurde „Kristalltag“ von Vize-Bürgermeister Hauser und Gemeinderätin Michaela Frech enthüllt, um fortan in der „Goldenen Rathaus-Passage“ den Bürgern von Steyr als Denk-Ort zum Nachdenken über Flucht und Vertreibung zu dienen.

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