12.07.2016, 12:09 Uhr

Tierqual: Jetzt spricht der Sohn

Patrick K. mit seinem Beagle Ronny. (Foto: privat)

Beagle hat sich nur verfangen, Quadfahrer wollte Hund von der Leine lassen.

BEZIRK TULLN (kaze). "Er hat mir sofort erzählt, dass ihm etwas passiert ist", sagt Patrick Kaiblinger über jenen Vorfall, wie sein Beagle verletzt wurde, die Beirksblätter berichteten.
Es war Samstag, der Vater sei mit dem Quad gefahren, der Hund ohne Leine gelaufen. Als ein Radfahrer entgegenkam nahm der Mann den Hund an die Leine, wollte nach dem Passieren des Radfahrers an die Seite fahren, um den Hund wieder abzuleinen. Doch dann hätte sich diese verfangen, der Hund mitgeschliffen worden und sich dadurch verletzt haben. Der Vater wollte mit dem Rüden zum Arzt fahren, hätte sich Montag Urlaub nehmen müssen, was ihm jedoch nicht gewährt worden sei. Und dann war die Polizei schneller und stand schon vor der Tür – so die Schilderung über den Vorfall.

Foto dient als Beweis

Tullns Amtstierarzt Christoph Hofer-Kasztler schildert den Vorfall wie folgt:
Montrag Früh traf eine Mail einer Familie ein, die anonym bleiben möchte, dass sie am Samstag gesehen habe, wie ein Mann auf einem Quad gefahren ist und der einen Hund nachgeschliffen haben soll. Die Familie versuchte den Quadfahrer zu stoppen, beim zweiten Mal soll er ihn auf das Fahrzeug genommen haben und weggebraust sein. Auch Beweismaterial liege Hofer-Kasztler vor: "Auf dem Foto sieht man die Blutflecken auf der Straße", sagt er gegenüber den Tullner Bezirksblättern.
Und das war auch Grund genug, um aktiv zu werden. Gemeinsam mit der Polizei suchte Beatrice Aigner, Obfrau des Tierheims Königstetten, den Mann auf. Der Hund war – bei der gestern vorherrschenden, brütenden Hitze – im Vorgarten, eine Wasserschüssel stand nicht bereit. Aigner war bevollmächtigt, den Hund, sollte er Verletzungen aufweisen, mitzunehmen und ihn zu einem Tierarzt zu bringen. Was auch geschah. Der Beagle selbst wies Verletzungen am Bauch- und Pfotenbereich auf, er habe gewinselt, so der Veterinärmediziner.
Bereits vor längerer Zeit habe es eine anonyme Anzeige gegeben, dass der Hund geschlagen werden soll: "Das konnte ich aber zum damaligen Zeitpunkt nicht bestätigen", so Hofer-Kasztler.

Anmerkung der Redaktion: Es gilt die Unschuldsvermutung, das Tier wurde dem Besitzer abgenommen. Hofer-Kasztler abschließend: "Nachdem, wie der Hund gehalten und der Mann seinen Hund transportiert oder Gassi geführt hat, war es klar, dass wir ihn umgehend aus dem Einflussbereich entfernen müssen".

Hier geht's zum Artikel: Tierqual: Beagle mitgeschliffen
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Leopoldine Hummel aus Tulln | 17.07.2016 | 09:18   Melden
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