18.04.2016, 06:35 Uhr

Absolute ausgebaut: SPÖ holt in St. Pölten mit Bürgermeister Stadler 58,88 Prozent

Nach vorläufigem Ergebnis gewinnt die SPÖ ein Mandat dazu, die Freiheitlichen gewinnen zwei Mandate, die ÖVP verliert zwei Mandate und die Grünen sind künftig nur mit einem Mandat im Gemeinderat vertreten.

ST. PÖLTEN (jg). 45.545 St. Pöltner waren bei der Gemeinderatswahl wahlberechtigt. Insgesamt haben 28.980 Bürger ihre Stimme abgegeben. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 63,63% (+5,62%).

Das vorläufige Ergebnis:

SPÖ: 16.846 Stimmen (58,88%)
ÖVP: 5.834 Stimmen (20,39%)
FPÖ: 4.204 Stimmen (14,69 %
Grüne: 785 Stimmen (2,74 %)
NEOS: 448 Stimmen (1,57 %)
Blüh 137 Stimmen (0,48 %)
Kühne: 356 Stimmen (1,24 %)

Hier geht's zu den Reaktionen der Spitzenkandidaten

Künftige Zusammensetzung des Gemeinderats:

SPÖ: 26 Mandate (+1)
ÖVP: 9 Mandate (-2)
FPÖ: 6 Mandate (+2)
Grüne: 1 Mandat (-1)

NEOS, Blüh und die Kühnen schafften es nicht, in den Gemeinderat einzuziehen.

Künftige Zusammensetzung des Stadtsenats:

SPÖ: 8
ÖVP: 3
FPÖ: 2

Im vorläufigen Ergebnis der Gemeinderatswahl sind die Wahlkarten bereits berücksichtigt.

Das amtliche Wahlergebnis, wird am Montag, 18. April 2016, nach der Sitzung der Stadtwahlbehörde bekanntgegeben.

18.00 Uhr: SP-Funktionäre in zuversichtlicher Stimmung

Die Tribüne im Rathaus-Sitzungssaal füllt sich. SP-Funktionäre, darunter etwa Robert Laimer, Thomas Kainz, Böheimkirchens Bürgermeister Johann Hell stecken die Köpfe zusammen, stoßen mit Bier an und beglückwünschen sich gegenseitig. Mehr als die Hälfte der Sprengel soll mittlerweile ausgezählt worden sein. Ebenfalls eingetroffen im Rathaus ist auch NEOS-Spitzenkandidat Wolfgang Grabensteiner. "Ein Mandat könnte sich knapp ausgehen", sagt er. "Wenn nicht, wäre ich schon enttäuscht."

17.30 Uhr: Erste Ergebnisse ohne konkrete Zahlen

Im Rathaus trudeln laufend SP-Mandatare ein. In den bislang ausgezählten Sprengeln dürfen sich dem Vernehmen nach die SP und die Freiheitlichen über Zugewinne freuen. Gedämpfte Stimmung soll indes bei der Volkspartei herrschen.

17.00 Uhr: Im Rathaus brodelt's schon

Mittlerweile paart sich die Spannung mit Ungeduld. Die Journalisten sind bereit und warten im St. Pölten Rathaus auf die Bekanntgabe erster Ergebnisse. Es kann sich wohl nur noch um Minuten handeln.

16.00 Uhr: Die Spannung steigt!

Die Wahllokale sind zu. Die Wahl ist geschlagen. "Die Spannung steigt von Minute zu Minute", meinen VP-Vizebürgermeister Matthias Adl und VP-Wahlkampfleiter Florian Krumböck bei einem Besuch der Bezirksblätter in der VP-Bezirkszentrale. Hier kommt in Sachen Spannung zum eigentlichen Ergebnis das Wahlmodell der Volkspartei hinzu, das auf Basis der Vorzugsstimmen über die Reihung der einzelnen Kandidaten entscheidet. Krumböck winkt allerdings ab: "Wir werden die Vorzugsstimmen-Ergebnisse erst morgen oder übermorgen erfahren. Deshalb zählt heute nur das Gesamtergebnis."

Dahingehend hofft Krumböck, die Früchte der zuletzt intensiven Arbeit ernten zu können. "So einen Einsatz der Helfer, so ein Engagement jedes Einzelnen habe ich in einem Wahlkampf noch nicht erlebt", meint er.

13.15 Uhr: Ein Kreuzerl mit rotem Buntstift

Mittlerweile sind neben Matthias Stadler und Matthias Adl auch andere Spitzenkandidaten der insgesamt sieben Parteien und Listen zur Urne geschritten. FP-Spitzenkandidat Klaus Otzelberger etwa gab seine Stimme im Landeskindergarten Wiesnergasse in Wagram ab. Nicole Buschenreiter von den Grünen wählte in Wagram und NEOS-Spitzenkandidat Wolfgang Grabensteiner in der Franz Jonas Volksschule. Walter Heimerl von „Die Kühnen.jetzt“ gab seine Stimme im Kindergarten am Schnoflplatz in Wagram ab. Mario Wailzer von der Liste Blüh wiederum wählte schon in den Morgenstunden in Pottenbrunn.

Allen Kandidaten gemeinsam ist, dass sie – wie etwa im Vermessungsamt in der Praterstraße – in der Wahlkabine einen roten Buntstift, der schon bei einigen Briefwählern im Rathaus für Verwunderung sorgte, vorfanden. Warum ein roter Stift? Ist das eigentlich erlaubt? Wie sehen die dahingehenden Vorschriften aus?

Die Wahlordnung schreibt ausschließlich die Ausstattung der Wahlzelle „mit einem Schreibgerät“ vor, heißt es auf Nachfrage aus der Stadt. Bei anderen Wahlen gibt es häufig den Zusatz: „Wo möglich, ein Buntstift“. Natürlich darf auch mit jedem anderen Stift gewählt werden. Die Farbe Rot sei allerdings gewählt worden, weil sie sich am besten abhebe und das Auszählen erleichtere. "Die Stifte in St. Pölten wurden in größeren Mengen angekauft und werden bei jeder Wahl wiederverwendet – so kann es sein, dass manche Stifte schon seit Jahrzehnten zur Aufrechterhaltung der Demokratie beitragen".

Den Stift in der Praterstraße (Wahlsprengel 54) hatten kurz nach Mittag inklusive Briefwählern übrigens schon mehr als die Hälfte der im Sprengel Wahlberechtigten in der Hand. Einige werden am Nachmittag sicher noch kommen, hieß es beim Lokalaugenschein seitens der Wahlkommission.

11.00 Uhr: VP-Vizebürgermeister schritt nach Messe zur Urne

VP-Vizebürgermeister Matthias Adl gab nach dem Besuch der Heiligen Messe mit seiner Gattin Brigitte und Tochter Felicitas in seinem Heimsprengel in Pottenbrunn seine Stimme ab. Er werde den weiteren Wahltag noch mit seiner Familie verbringen und später in der Bezirksgeschäftsstelle der Volkspartei mit Funktionären, Kandidaten und Freiwilligen auf die ersten Ergebnisse warten.

09.30 Uhr: Bürgermeister Matthias Stadler wählt

Vor dem Wahllokal in der Ratzersdorfer Volksschule steht Stadtrat und SP-Landesgeschäftsführer Robert Laimer und verteilt Stimmzettel für Bürgermeister Matthias Stadler. Die Lage sei angespannt, sagt er. Dennoch habe er gut geschlafen. "Wir haben bis zur letzten Minute wahlgekämpft und dann bin ich ich ins Bett gefallen", so Laimer.
Auch Stadler habe kurz aber gut geschlafen. Bereits um 6.30 Uhr leitete er die Wahlkommission. Gut gelaunt zeigt er sich zuversichtlich, dass die gesetzten Ziele heute erreicht werden.

Die Ausgangslage

45.545 St. Pöltner sind wahlberechtigt. Mit SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grüne, NEOS, die Kühnen und Blüh stehen sieben Listen zur Wahl. Vor fünf Jahren gaben 58 Prozent der damals 44.501 Wahlberechtigten ihre Stimmen ab. Die SPÖ erreichte damals 56,8 Prozent, die ÖVP 25,3 Prozent, die FPÖ 10,7 Prozent und die Grünen 4,9 Prozent. Die Listen WIR, FSP und CPÖ schafften es bei der Wahl 2011 nicht, in den Gemeinderat einzuziehen.

Alle Fotos: W. Mayer/Gold

Hier gibts alle Infos zur Gemeinderatswahl 2016 in St. Pölten
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