23.03.2016, 07:12 Uhr

Gemeinderatswahl: So will der Wirtschaftsbund St. Pölten für Unternehmen attraktiver gestalten

Peter Krammer, Mario Burger, Geberit-Geschäftsleiter Helmut Schwarzl und Matthias Adl.

Volkspartei und Wirtschaftsbund präsentierten ihre Ideen für den Wirtschaftsstandort St. Pölten: „Stadt hat viel Potenzial, das zur Zeit nicht ausreichend genützt wird.“ SP-Vizebürgermeister Franz Gunacker spricht von "alten Hüten".

ST. PÖLTEN (red). „St. Pölten hat allein durch seine Lage, Verkehrsanbindung und Flächengröße enormes Potenzial, das derzeit nicht ausreichend genützt wird“, so Wirtschaftsbund-Stadtgruppen-Obmann Mario Burger, der gemeinsam mit VP-Vizebürgermeister Matthias Adl und Stadtrat Peter Krammer bei der Firma Geberit in vier Punkten seine Vorstellungen für die Stadt präsentierte.

1) Mulitfunktionaler Domplatz

„Wir brauchen einen multifunktionalen Domplatz mit Parkplätzen, Wochenmarkt und genügend Raum für kirchliche und weltliche Veranstaltungen", so Burger. Für einen Domplatz ohne Stellplätze gebe es keinen gültigen Gemeinderatsbeschluss und für Unternehmer müsse die Frage nicht lauten "Stellplatzfrei: ja oder nein?", sondern: "Wie bringe ich Kunden in die Innenstadt?"

2) Effizientere Verwaltung und modernes Service

Für die Wirtschaft müssten Verwaltungsverfahren laut Burger vereinfacht werden: „Wir brauchen einen Bausprechtag, damit unsere Unternehmerinnen und Unternehmer für geplante Projekte nicht eine Behörde nach dem anderen abklappern müssen." Darüber hinaus müssten Betriebsansiedlungen einfacher abgewickelt werden, etwa indem im Internet konkrete Infos zu verfügbaren Flächen, Bebauungsplan, Widmung und Emissionsgrundlagen zur Verfügung gestellt werden.

3) Mehr Unternehmer, mehr Arbeitsplätze

„Die Betriebsansiedelungen glichen bis dato einem Fleckerlteppich", so Burger, der die Schaffung eines Wirtschafts- und Forschungsparks vorschlägt. „Wir sind Hochschulstandort. Wir müssen das Fachkräfte-Potenzial, das daraus entsteht, auch nutzen, Betriebe ansiedeln und Neugründungen erleichtern, die Absolventen anstellen. Die gut ausgebildeten Kräfte bleiben dann auch in der Region.“

4) Tourismus bringt Wertschöpfung

Im Tourismus gebe es zwar Angebote, „sie sind aber scheinbar zu wenig attraktiv oder die Vermarktung stimmt nicht“, weiß Burger. Durch neue Angebote würden Hotellerie, Gastronomie und Handel profitieren, mehr Tourismus bringt mehr Kaufkraft und somit auch Wertschöpfung für die Stadt. Um überhaupt mehr Menschen in die Stadt zu locken, müsse das Image der Stadt durch eine Markenpositionierung gehoben werden.

Konkret fordert der Wirtschaftsbund-Obmann auch ein modernes Veranstaltungs- und Kongresszentrum, „mit einer zeitgemäßen Infrastruktur. Auch das bringt langfristig mehr Einnahmen für die Stadt.“

SPÖ: "Alte Hüte statt innovativer Konzepte"

„Die ÖVP hat in Wirtschaftsprogramm nichts neues zu bieten und ist leider viel zu spät dran", hält SP-Vizebürgermeister Franz Gunacker hinsichtlich der Ideen seitens der Volkspartei fest. Das Programm und die Ideen seien allesamt nicht neu und würden teilweise den Eindruck erwecken, einfach abgeschrieben zu sein. So finde sich die zentrale Forderung nach einem neuen Kongresszentrum bereits seit langem im Masterplan 2020, der von Bürgermeister Stadler initiiert wurde.
„Das Problem bei den ÖVP Forderungen ist nur, das auch hier das Land Niederösterreich das Projekt eines zentralen Kogresszentrum, mit einem Finanzierungsaufwand von 100 Millionen Euro abgelehnt hat“, so Gunacker.

Hier gibts alle Infos zur Gemeinderatswahl 2016 in St. Pölten
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