Die Skiheldin aus Vorarlberg
Die Gemeinde Göfis ist stolz auf Doppelweltmeisterin Katharina Liensberger

Auf der Website der Gemeinde Göfis wurde Katharina Liensberger entsprechend empfangen.
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  • Auf der Website der Gemeinde Göfis wurde Katharina Liensberger entsprechend empfangen.
  • Foto: Gemeinde Göfis
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Zweimal Gold und einmal Bronze

Vorarlberg und speziell die Gemeinde Göfis hat spätestens seit der WM in Cortina d‘Ampezzo eine neue Ski-Heldin. Die 23-jährige Ausnahmesportlerin fuhr zeitweise wie in anderen Sphären – vor allem im Slalom, wo sie die zweitplatzierte Petra Vlhova um eine Sekunde distanzierte. Hinter unser „Gold-Katharina“ steckt eine Person, die sehr zielstrebig auf diesen Erfolg hingearbeitet hat - und das schon seit Kindestagen an.

Die letzten Tage gab Katharina Liensberger Interviews um Interviews, zählt sie jetzt doch zu den ganz Großen des internationalen Ski-Alpin-Sports. Nur kurz hatte die sympatische Doppelweltmeisterin Zeit, nach ihren Triumphen bei der WM einen Sprung zu Hause vorbeizuschauen. „Es ist überwältigend. Ich bin sehr froh, dass ich das alles erleben durfte. Überall bekomme ich noch Geschenke. Ein Buch über die Dolomiten im Hotel und sogar einen goldenen Kopfhörer.“ Auf einen großen Empfang in ihrer Heimatgemeinde muss sie jedoch vorerst warten. „Coronabedingt wäre dies derzeit gar nicht möglich“, will Bürgermeister Thomas Lampert einen solchen im Sommer nachholen. Persönlich gratuliert hat der Gemeindechef der derzeit prominentesten Bewohnerin des 3300 Menschen zählenden Dorfes aber schon. „Natürlich sind wir wahnsinnig stolz, auf das was Katharina geleistet hat. Göfis ist ja nicht unbedingt als Skihochburg bekannt“, hat der Bürgermeister bei ihren WM-Einsätzen ganz schon mitgefiert. So hat Göfis nicht einmal einen eigenen Skiklub. Das Skifahren gelernt hat „Katharina die Große“ beim SC Rankweil.

Wie im Märchen
Bürgermeister Thomas Lampert unterstreicht, dass es in erster Linie ihre persönliche Leistung war, was solch einen Erfolg erst möglich gemacht hat. „Es ist sprichwörtlich wie im Märchen“, gerät ihr Vater Thomas zurecht ins Schwärmen. Dankbar, dass ihre Tochter Spitzensport ausüben kann, ist auch Katherinas Mutter Herlinde. Wegen der Corona-Maßnahmen erfolgte das Daumendrücken allerdings nur zu Hause vor dem Bildschirm. So nebenbei plauderten die Eltern auch aus dem Nähkästchen der „kleinen Katharine“, die schon als Kind ihren Willen gerne durchsetzte. Sei es, dass sie gleich ohne Stützräder auf Rad stieg oder beim Schwimmen keine Schwimmflügeln wollte.Ihre Fähigkeit, an Dingen dranzubleiben, sich stetig verbessern zu wollen, war schon als Kind auffällig.

Talent ist keine Glückssache
Auch auf ihrer eigenen Website www.katharina-liensberger.at verrät die am 1. April 1997 in Feldkirch Geborene ihre Einstellung. „Talent ist keine Glückssache, sondern der starke Wille, seine wahren Fähigkeiten zu entdecken, an sie zu glauben und konsequent zu entwickeln .„Ski fast, do what you love, let dreams come true – and you’ll see that everything’s possible!“, gibt sie ihr als Motto vor. Was auf deutsch übersetzt bedeutet: Fahre schnell Ski, tue das, was du liebst, lasse Träume wahr werden - und du wirstK sehen, dass alles möglich ist!“ Eine Devise, die die zweifache Goldmedaillengewinnerin mehr als beherzigt hat.

Ziel ist nun der Weltcup
Und so verwundert es wenig, dass ihr Hunger nach weiteren Erfolgen noch lange nicht gestillt ist. „Ich möchte die Saison mit dem Flow von der WM weiterfahren. Schließe habe ich noch jede Menge Ziele.“ Da wären zum einen der erste Sieg in einem Weltcup-Rennen sowie die kleine Kristallkugel im Slalom-Weltcup, wo ihr Rückstand 40 Punkte auf die Führende Petra Vlhova beträgt. Weiter geht es am 6. und 7. mit dem Riesentorlauf und Slalom in Jasna (Slowakei). Zum groß Feiern bleibt also nicht viel Zeit.
Das wäre aber gar nicht im Sinne von Katharine, die sich lieber konzentriert und fokussiert auf die kommenden Aufgaben vorbeitet und zum sportlichen Ausgleich auf der Harfe zupft.

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