23.04.2016, 16:31 Uhr

Friedhof St. Marx

Biedermeierfriedhof


Betritt man diesen einzigen vollständig erhaltenen Biedermeier-Friedhof durch die aus Ziegeln errichtete Toranlage, so findet man sich in einer anderen Welt wieder. Schiefe Steine in den grasbewachsenen Gräberzeilen, bemooste Platten und alte Bäume lassen eine seltsame Stimmung aufkommen.

Marx ist eine alte Form von Markus. St. Markus war das Patrozinium des mittelalterlichen Spitals vor der Stadt.

Als "Communaler Friedhof" wurde das Gelände 1784 bis 1874 belegt. Seine Stilllegung ergab sich nach der Eröffnung des Zentralfriedhofs in Simmering. Viele Jahrzehnte lang lag der St. Marxer Friedhof dann verlassen da. Sein Fortbestand war wiederholt gefährdet.

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Friedhof teilweise zerstört, bald darauf aber wiederhergestellt. Der St. Marxer Friedhof erfüllt seine Aufgabe als Kultur- und Erholungsstätte. Er verbindet Friedhof, Gedenkstätte, Kulturdenkmal und Parkanlage. Als besonders erlebenswert gilt hier die Fliederblüte im April bis Mai: An keinem anderen Platz in Wien lässt sich so viel Flieder auf engstem Raum finden.

Auf diesem Friedhof findet man unter anderen die Grabstätte des Erfinders der Nähmaschine "Josef Madersperger" (1768 - 1850), aus Kufstein. Er lernte Schneider und konstruierte die erste Nähmaschine. Ab 1790 in Wien, beschäftigte er sich mit deren Konstruktion. Nach ersten Versuchen der Nachahmung der "nähenden Hand" baute er bis 1814 seine erste Nähmaschine. Das Öhr war an der Spitze der Nadel, man konnte so einen Endlosfaden verwenden. Madersperger verwertete das 1815 verliehene Privileg nicht, und es erlosch nach 3 Jahren. Er schenkte seine Nähmaschine Polytechnischen Institut und starb völlig verarmt am 2. Oktober 1850 Wien im Wiener Versorgungshaus.

Die Grabstätte des unvergesslichen Künstlers"Wolfgang Mozart" findet man ebenfalls am Friedhof St. Marx. Wohl aber auch für die Touristen aus allen Herren Länder am Wiener Zentralfriedhof. Es wird erzählt das Touristen aus Japan sich direkt vom Flughafen zum Zentralfriedhof fahren lassen.

Kunst- und kulturgeschichtlich interessierte Wienerinnen und Wiener - vor allem der Heimatforscher Hans Pemmer - plädierten jedoch dafür, dass der Begräbnisort Mozarts in seinem Gesamtbestand erhalten bleiben müsse. Und so wurde 1936/37 die Anlage erstmals instand gesetzt, unter Denkmalschutz gestellt und 1937 der Öffentlichkeit zum Besuch freigegeben.

Quelle: Wikipedia.org
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Kurt Dvoran aus Schwechat | 23.04.2016 | 16:57   Melden
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Petra Maldet aus Neunkirchen | 23.04.2016 | 21:35   Melden
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Hedy Busch aus Horn | 23.04.2016 | 23:45   Melden
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