29.08.2016, 08:42 Uhr

Spektakuläre Baustelle für den Naturwärme-Ausbau

(Foto: Judt)
GUNTRAMSDORF. Ein außergewöhnliche Aufgabe stellte sich für die EVN beim Ausbau der Naturwärme-Leitungen in Guntramsdorf: Um zwei Landesstraßen und die Trasse der Badner Bahn zu queren betätigte sich Österreichs größter Naturwärmeversorger kurzerhand als Tunnelbauer: in 8m Tiefe wurde von Spezialisten ein 80m langer und 1,4m breiter Tunnel samt Stahlverrohrung errichtet, um die Fernwärmeleitung gut und sicher verlegen zu können.
Tunnelbohrungen und Leitungsverlegungen in dieser Tiefe sind auch für den EVN Projektleiter Jochen Hagemann keine alltägliche Sache: „Für die Abstützung der Tunnelbohrmaschine mussten wir in der 8m tiefen Künette eine spezielle Stahlverschalung errichten. Die Wärmeleitungen wurden in einem eigens eingebrachten Stahlrohr, Stück für Stück verlegt und verschweißt.“.
Die Baustelle in Guntramsdorf ist Teil eines größeren Ausbaus der Naturwärmeinfrastruktur in der Thermenregion: Die EVN Wärme GmbH errichtet hier eine rund 10 km lange Verbindungsleitung zwischen Mödling und Baden, um das Leitungsnetz zu schließen und die immer stärkere Nachfrage nach Wärme aus erneuerbaren Ressourcen noch besser abdecken zu können. Durch die bessere Verbindung zwischen den beiden großen Heizkraftwerken in Mödling und Baden mit dem neu errichten Heizwerk in Guntramsdorf können zusätzliche Kunden mit Naturwärme versorgt und gleichzeitig die Effizienz und Nachhaltigkeit der Wärmeversorgung in der Thermenregion entscheidend ausgebaut werden. Die Naturwärmeleitung soll im Jahr 2017 in Betrieb genommen werden.
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