29.06.2016, 12:04 Uhr

Profis von Ernecker Photography aus Arbing verraten: Wie Urlaubsfotos gelingen

Claudia und Karl Ernecker (Foto: ERNECKERphotography)

Wie gelingen Urlaubsfotos? Was sind gute Motive? Welche Kamera ist geeignet? Claudia und Karl Ernecker klären auf.

ARBING. Wie gelingen gute Urlaubsfotos und was sind gute Motive? Die BezirksRundschau hat bei Claudia und Karl Ernecker von Ernecker Photography nachgefragt. Wichtig sind ein Gespür für gute Motive und Perspektiven. "In Reisegruppen ist es immer witzig, wenn alle von der Aussichtsplattform fotografieren, mal nicht die Burg zu knipsen, sondern die Gruppe der Fotografen, die alle in dieselbe Richtung 'schießen'", verraten die Foto-Profis. Beim Fotografieren von Menschen sei es meist besser, wenn sie nicht direkt in die Kamera schauen oder nicht merken, dass sie fotografiert werden. So können echte Emotionen eingefangen werden.

Claudia Ernecker: "Man kann und soll probieren, im schlimmsten Fall löscht man halt das Bild – daran muss kein Pixel sterben."

Bei Kindern sei es meist besser, wenn man in die Hocke geht, um aus ihrer Perspektive zu sehen. Ein beliebtes Motiv ist der Strand. Damit die Bilder nicht langweilig wirken, sei es entscheidend, dass wichtige Bildelemente nicht in der Mitte platziert sind. "Der Horizont sollte immer eher im oberen oder unteren Drittel sein und vor allem gerade. Spannend wirkt es auch, wenn man nur ein paar cm über dem Sand und etwas weitwinkelig fotografiert. Es kann aber auch mal aus einer erhöhten Position ganz interessant sein", so die Erneckers. Tipp: Ein lustiger Badeschlapfen und der restliche Strand verschwommen. Bei Gebäuden aufpassen, dass die Kamera so gut es geht gerade ausgerichtet ist. Also nicht zu sehr nach oben geschwenkt ist, sonst entstehen fallende Linien. Oft lässt sich das nur durch eine erhöhte Fotografen-Position vermeiden. Handys haben heute meist brauchbare Kameras. Mit Apps wie Snapseed kann man Bilder verbessern oder mit kreativen Filtern versehen.

Welche Kamera ist die Richtige?

Laut Claudia und Karl Ernecker hängt es nicht so sehr davon ab. Die meisten gängigen Modelle würden gute Ergebnisse liefern. Es komme eher darauf an, wofür man sie verwendet. Im Wanderurlaub soll sie leicht sein, am Strand staub- und wasserfest und auf einer Wohnwagen-Reise ist die Spiegelreflex zu empfehlen. Wichtiger sei es, die Kamera zu verstehen. Die meisten Kompakten haben viele Programme, die mit unterschiedlichen Belichtungseinstellungen an viele Aufnahmesituationen angepasst sind und passable Ergebnisse liefern. Sobald man eine Spiegelreflexkamera hat, empfehlen die Profis eher manuell bzw. mit Blenden- und Zeitautomatik zu fotografieren. Bei diesen „Halbautomatiken“ gibt man ISO und Blende oder Belichtungszeit vor und die Kamera berechnet den jeweiligen anderen Wert.
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