20.07.2016, 16:34 Uhr

Planung für eigene Mountainbike-Strecken im Wienerwald

Stadtrat Leo Lindebner (2. von links) mit den Umweltschutz-Organen der Bergwacht Mödling Bruno Wiederkum, Peter Heiden und Sonja Wiederkum (von links). (Foto: Gemeinde)

Respektvoll im Wald unterwegs

BEZIRK. Mountainbiken hat sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt und auch gesellschaftlich einen neuen Stellenwert erlangt. Durch den großen Zuwachs wird aber auch das Zusammenleben im Wald zunehmend problematischer. Oft fahren die Biker nicht auf genehmigten Routen sondern auch auf den Wanderwegen und quer durch den Wald. Gerade im Wienerwald gab es immer wieder Diskussionen darüber. Den Gemeinden bleibt wenig wirksame, rechtliche Handhabe gegen Verstöße. Konfliktpotential zeigt sich ebenso mit anderen Gruppen von Waldbesuchern die den Wald als Erholungsraum nutzen. Biken quer durch den Wald bewirkt eine Störung der Wildtiere und führt zu teils erheblichen Schäden an der Bodenvegetation und am Waldboden, auch Erosion ist oft die Folge.

Gemeinsamer Plan

Nun laufen Bemühungen unter Einbindung aller Beteiligten, ein erweitertes und zeitgemäßes Streckennetz im Wienerwald zu entwickeln. Single Trails (Wege nur für Biker), Shared Trails (von Wanderern und Bikern geteilte Strecken) und spezielle Trailparks sind im Gespräch. Die Behörden und der NÖ-Umweltanwalt werden sich dazu ebenfalls einbringen. Mit kurzfristigen konkreten Ergebnissen ist wegen der komplexen Thematik allerdings nicht zu rechnen.
Bis dahin werden die Jagd-, Forst- und Umweltschutzorgane, als auch die NÖ Berg- und Naturwacht ein verstärktes Augenmerk darauf legen, dass nur die für Mountainbiker frei gegebenen Strecken - das sind die Thallern- und die Anningerstrecke - befahren werden. Diese Routen sind auf Mödlinger Terrain nahezu ident mit dem Verlauf der Anningerforststraße.
Das Mountainbiken auf anderen Strecken kann teuer werden. Mountainbiker, die Forststraßen und Wanderwege ohne Zustimmung des Waldeigentümers benützen oder durch den Wald fahren, können mit einer Verwaltungsstrafe mit bis zu 7.000 Euro bestraft werden.
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