18.04.2016, 16:34 Uhr

Bezirksjagdtag in Lackenbach

Rund 1000 JägerInnen bewirtschaften etwa 66.000 Hektar Jagdfläche im Bezirk Oberpullendorf.

LACKENBACH (EP). Bezirksjägermeister Ing. Reinhold Iby lud im Rahmen der Bezirksjagdtage Agrarlandesrätin Verena Dunst, Landesjägermeister Peter Prieler und die Jägerschaft zu einem gemütlichen Zusammentreffen ins Gasthaus Stocker ein.
Thema des Tages war die Reform des burgenländischen Jagdgesetzes. "Ich stehe zur Jagd und zur Jägerschaft! Deswegen ist diese Reform eines meiner zentralen politischen Anliegen dieser Regierungsperiode!", so Agrarlandesrätin Verena Dunst. Um die schon lange notwendige Reform des Jagdgesetzes rasch umzusetzen, die Stellungnahmen der JägerInnen im Gesetz möglichst umfassend einzupflegen, hat die Landesrätin eine Expertenrunde, die Arbeitsgemeinschaft „Zukunft Jagd“, ins Leben gerufen. Diese Expertenrunde setzt sich aus Vertretern des Landesjagdverbandes, der Jägerschaft, der Landwirtschaftskammer sowie einem jagdlichen Sachverständigen und Fachjuristen zusammen.
Bürgermeister Christian Weninger pflichtet Dunst bei: "Als Bürgermeister kenne ich sowohl die Anliegen der jägerschaft und der Landwirte, bzw. Grundstückbesitzer. Eine Reform des Jagdgesetzes ist dringend notwendig." NR Niki Berlakovich lobte in seinen Begrüßungsworten die Arbeit der Jägerschaft und wünscht sich eine Lösung bezüglich der Wildschäden. "Alle tragen Verantwortung: Land, und Forstwirte und die Jägerschaft."

Wildschäden

Nach Bekanntgabe der Jagdstatistik 2015 für den Bezirk Oberpullendorf betonte Bezirksjägermeister Ing. Reinhold Iby die Thematik des Wildschadens. „Die Wildschadens- Zahlungen im Bezirk Oberpullendorf lassen sich auf 100.000 Euro beziffern. Das ist eine enorme Summe, die es zu minimieren gilt“, so Bezirksjägermeister Iby. Sein Appell, die Abschusspläne einzuhalten ging an die gesamte Jägerschaft.
Landesweit gibt es rund 7.100 JägerInnen, die die Passion Jagd aktiv ausüben. In Oberpullendorf bewirtschaften 968 JagdkarteninhaberInnen eine Fläche von rund 66.000 ha, aufgeteilt in 7 Hegeringe. Das Jagdrecht ist mit der Pflicht zur Hege untrennbar verbunden. Vor diesem Hintergrund leisten die JägerInnen wertvolle Beiträge zur Erhaltung und Verbesserung der Natur. „Die burgenländische Jägerschaft hat über Jahrzehnte hinweg auf wirkungsvolle Weise zur Erhaltung der Artenvielfalt beigetragen“, betonte auch LR Dunst.
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