Bis zu 10.000 Euro für neue Geschäfte
Bregenz kämpft gegen Leerstand

Bregenz kämpft gemeinsam 
gegen Leerstand. Auf dem Bild: Niklas Keller (Leiter Wirtschaftservice), Bgm. Michael Ritsch, Stadtrat Robert Vögel, WIGE-Vorstand Clemens 
Sagmeister, Stadtmarketing-GF Robert Salant. (v. l.) | Foto: D. Hofer
  • Bregenz kämpft gemeinsam
    gegen Leerstand. Auf dem Bild: Niklas Keller (Leiter Wirtschaftservice), Bgm. Michael Ritsch, Stadtrat Robert Vögel, WIGE-Vorstand Clemens
    Sagmeister, Stadtmarketing-GF Robert Salant. (v. l.)
  • Foto: D. Hofer
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Immer mehr Innenstädte leiden unter leeren Geschäftsflächen. In Bregenz steuert man diesem unerfreulichen Trend nun mit einem speziellen Förderprogramm entgegen. Für Neuansiedler gibt es bis zu 10.000 Euro „Startgeld“.

Ob steigende Kosten oder vermehrter Onlinehandel. Der Druck auf die Innenstädte wächst kontinuierlich. Vom veränderten Konsumverhalten sind die Handels- und Dienstleistungsgeschäfte besonders betroffen. Die Konsequenz: immer mehr Läden machen dicht. Bregenz steht in dieser Hinsicht noch relativ gut da, der Leerstand hält sich mit rund fünf Prozent in Grenzen. Bürgermeister Michael Ritsch:

„Dennoch wollen wir etwas gezielt gegen den Leerstand unternehmen und die freistehenden Flächen wieder vermieten.“

Um neue Mieter zu lukrieren, hat die Stadt zusammen mit der Wirtschaftsgemeinschaft Bregenz und Bregenz Tourismus & Stadtmarketing das Projekt „BREGENZ+“ ins Leben gerufen. Stadtrat Robert Vögel:

„Konkret geht es dabei um ein Wirtschaftsförderungsprogramm, bei dem neue Mieter bis zu 10.000 Euro an Startgeld erhalten.“

Angesprochen sind Gründer wie bestehende Unternehmen, die einen Standort in Bregenz betreiben wollen, gleichermaßen. „Jeder zusätzliche Händler ist eine Bereicherung für die Stadt“, bekräftigt WIGE-Vorstand Clemens Sagmeister. In einem ersten Schritt sollen speziell Branchen angesprochen werden, die den Innenstadt-Mix beleben. Gedacht ist etwa an Sport- oder Elektrohändler beziehungsweise auch Interieur-Geschäfte. Gefragt sind Frequenzbringer.

Bestimmte Förderkriterin

Freilich steht es jedem interessierten Gewerbetreibenden offen, sich um das Startgeld zu „bewerben“. Was zählt, sind vor allem nachhaltige Konzepte. Denn Ziel ist es, dass sich die Geschäfte langfristig ansiedeln. Über die Höhe der Förderung, die bis zu 10.000 Euro beträgt, entscheidet ein unabhängiges Gremium anhand eines transparenten Punktesystems. „Bewertet werden unter anderem Innovationsgrad, Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells sowie der Mehrwert für den Branchenmix“, betont Niklas Keller. Gefördert werden dabei alle Ausgaben, die in Bregenz getätigt werden. „Das kann genauso die Erstellung einer Website sein wie für einen Umbau – etwa die Installation einer Beleuchtung oder ein neuer Boden“, ergänzt Keller. Das Gesamtbudget für „BREGENZ+“ wurde für 2026 mit 30.000 Euro dotiert.

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