15.06.2016, 19:18 Uhr

Kommt Kanal zu den Erdhäusern?

Reiterhof Heimelsteiner, der aktuelle Anbau, Etzi-Haus (Foto: Etzi-Haus)

Drei Kilometer Kanal um netto 560.000 oder eine dezentrale Klein-Kläranlage um rund 70.000 Euro. Gemeinde muss entscheiden.

PABNEUKIRCHEN. Ein knapp drei Kilometer langer Abwasser-Kanal soll den größten Tourismus-Betrieb der Gemeinde, den Reiterhof Holzweber, Heimelsteiner, in der Ortschaft Wetzelsberg erschließen. Der Reiterhof wird kräftig ausgebaut, eine geregelte Abwasserentsorgung ist dafür Voraussetzung.

Projekt vorgestellt

Im Rahmen einer Sitzung des Gemeinderates stellte Johannes Matzinger von der Firma Eitler das Projekt vor. Eine Kostenschätzung spricht von 560.000 Euro ohne Mehrwertsteuer. Theoretisch könnten insgesamt 15 Objekte anschließen. Diese Anschlusszahl wird in der Praxis nicht erreicht, da landwirtschaftliche Objekte um Ausnahmegenehmigungen ansuchen können und auch werden. Matzinger betonte, eine Kleinkläranlage für den Tourismusbetreib sei machbar, aber relativ schwierig zu betreiben.

Diskussion

In der anschließenden Diskussion bemängelte Christian Steindl, Liste, dass man nicht nur das Kanalprojekt vorstellen sollte, sondern auch die Alternative einer dezentralen Kläranlage. Gemeindevorstand Raimund Haider, SP, und Hannes Riegler, VP, sprachen die offenen Fragen wie mögliche Erhöhung der Kanalgebühren und einen zusätzlichen Finanzabgang durch das Kanalprojekt in Wetzelsberg an. Von keiner Fraktion wird eine notwendige Abwasserentsorgung und die Weiterentwicklung des Tourismusbetriebes in Frage gestellt.


„2016 ist ein Jahr der Veränderung und der Erweiterung unseres Hofes. Zusätzlich werden derzeit neue Räume geschaffen, um unseren Gästen noch mehr Zuhause, Wohlfühlen, Entspannen und Relaxen zu bieten. Ziel unserer ersten Etappe sind fünf großzügige Doppelzimmer und ein neuer, großzügiger Essraum“, informiert Thomas Holzweber. Kommendes Jahr sollen die geplanten Erdhäuser errichtet werden. Die Anzahl hängt von einem Kanal ab. Thomas Holzweber plant die Nächtigungszahlen von 2500 auf 6000 bis 7000 zu steigern.


Bürgermeister Buchberger

„Was auf den ersten Blick als schwer möglich und durchführbar erscheint, nämlich ein Anschluss an das örtliche Kanalnetz, stellt sich nach genauer Betrachtung und Vergleichsberechnungen als durchaus denkbar dar. Ausschlaggebend wird sein, ob zusätzlich erforderliche Darlehen, die die Gemeinde benötigt, von der Aufsichtsbehörde genehmigt werden In den nächsten Wochen werden hier Entscheidungen getroffen werden müssen“, sagt Bürgermeister Johann Buchberger.
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