02.08.2016, 09:00 Uhr

Zufriedene Bilanz & große Pläne

Bernarda Bobro glänzte mit ihrer Stimme bei der Kirchenoper „Jephtha“ im Rahmen des Festivals Retz. Foto: Claudia Prieler

Das Festival Retz „Offene Grenzen“ zieht Bilanz und meldet einen neuen Besucherrekord.

Ein gefeiertes Sängerensemble mit Daniel Johannsen und

Bernarda Bobro

an der Spitze, eine fulminante Aufführung in der Regie vom Monika Steiner, getragen von einem exzellenten Chor und einem hervorragenden Orchester mit Ewald Donhoffer am Dirigentenpult, bejubelt von Publikum und Kritik, das ist die erfreuliche Bilanz der diesjährigen Kirchenoper „Jephtha“ beim Festival Retz. Insgesamt wurde das szenische Oratorium von Georg Friedrich Händel beim Festival sechs Mal zur Aufführung gebracht. Und sechs Mal war die Stadtpfarrkirche St. Stephan restlos ausverkauft. Die Veranstalter freuen sich zu Recht über einen erneuten Zuseher- und Einnahmenrekord.
Beim Literaturprogramm des Festivals weckte erwartungsgemäß der literarisch-philosophische Doppelpass von Michael Köhlmeier und Konrad Paul Liessmann großes Interesse beim Publikum. Doch auch die weniger bekannten Autorinnen entfachten die Neugier des Publikums: So waren sowohl bei Katharina Winkler als auch bei Deborah Feldman die Veranstaltungen nahezu ausverkauft. Auch Dechant Beirer hielt seinen theologischen Einführungsvortrag zur Kirchenoper „Jephtha“ in einem restlos gefüllten Gotteshaus.

In Szene gesungen

Unter den klassischen Konzerten fanden insbesondere Mozarts Violinsonaten, interpretiert von Pavel Šporcl und Matthias Fletzberger, das Harfen-Konzert von Lucie Delhaye und Anna Steinkogler besonderen Anklang beim Publikum. Von ganz außergewöhnlicher Atmosphäre war das Nachtkonzert „Ex Silentio Noctis“ in der Apsis der Dominikanerkirche.
Der Höhepunkt der Festivalpartnerschaft Retz-Znojmo war zweifelsohne auch dieses Jahr das Zymbalkonzert am „Hl. Stein“. Die Intendanten Jiří Ludvík und Alexander Löffler sowie Festivalobmann Karl Burkert erinnerten in ihrer gemeinsamen Ansprache an jene Tage, da an dieser Stelle ein undurchdringlicher Grenzzaun die Menschen trennte.
Für 2017 hat sich das Team rund um Alexander Löffler noch Größeres vorgenommen! Erstmals soll im Zuge des Festivals die Kirchenoper „Judas“uraufgeführt werden.
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