14.06.2016, 16:07 Uhr

Aus mit Lettland-Hilfe: "Waisenhäuser erfahren das erst nächste Woche"

Ingeborg Lentschig (83) betreut seit 25 Jahren die Hilfe für Lettland, daneben Abt Thomas, vom Stift Altenburg. (Foto: Schwameis)

Lettland: Aus mit der Hilfe aus Horn

HORN. "Die Sachspenden sind explodiert, die Geldspenden ganz stark zurück gegangen", sagt Ingeborg Lentschig, die Leiterin der Lettlandhilfe in Horn. "Ein Transport kostet 2.500 €. Als wir vor 25 Jahren begonnen haben, ging ein LKW pro Jahr nach Lettland. Mittlerweile sind es im Jahr vier Transporte - das können wir nicht finanzieren. Es ist nicht mehr zu schaffen. Es tut mir sehr leid, auch den 25 Leuten, die immer mitgeholfen haben. Wenn ich das Geld hätte, würden wir schon weitermachen. Aber das ist ja kein spontaner Entschluss - wir raufen schon seit Jahren."
Am 1. Dienstag im Dezember 2016 ist der letzte Sammeltermin - wie immer im Stift Altenburg. "Wir haben hauptsächlich Kleidung und Schuhe gesammelt (auch Matratzen) und damit Waisenhäuser betreut. Die haben sich unbeschreiblich gefreut. Da werden sofort die Augen feucht, wenn ich an diese rührenden Dankesbriefe denke. Die Leute in Lettland wissen noch gar nicht, dass wir es weiterhin nicht mehr machen können. Das erfahren sie nächste Woche." Alt-Abt Bernhard Naber hat die ganzen Jahre mit Ingeborg Lentschig die Lettlandhilfe am Leben gehalten.
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