29.03.2016, 10:38 Uhr

"Anrainer sollen überall mitreden"

Nikola Furtenbach erklärt, worauf sie als neue Grüne Vizebezirkschefin den Fokus legen will.
Sie sind die neue Grüne Vizebezirkschefin in Margareten. Worauf wird der Fokus liegen?
NIKOLA FURTENBACH: Auf die Belebung des öffentlichen Raums. Die Gegend um Margaretenplatz und Pilgramgasse sowie am Beginn der Reinprechtsdorfer Straße haben ungenutztes Potential.

Inwiefern?
Eine Stadt besteht nicht nur aus aneinadergereihten Wohn- und Verkehrsflächen, sie braucht auch öffentlichen Raum für die Menschen. Zum Leben, Spielen, Flanieren, zum Sitzen und Plaudern.

Was für Maßnahmen kann man in diese Richtung setzen?
Breitere Gehsteige, Platzerl, Bäume, ein Brunnen – Orte zum Verweilen eben.

Mit welchem Ort soll konkret gestartet werden?
Der Platz neben der Reinprechstdorfer Brücke ist ein Beispiel für einen Platz, der zur Zeit in keinster Weise für Bürgern nutzbar ist. Er soll eine kleine Oase in mitten der Betonwüste werden.

Die Grünen haben sich in der Vergangenheit auch gegen den geplanten Pilgramturm ausgesprochen. Sind Sie als neue Vizechefin auch dagegen?
Ja. Dieser Bezirk braucht kein zusätzliches Hochhaus, das noch mehr Verkehr anzieht. Jetzt geht es darum, dafür zu sorgen, dass ein möglichst großer und toller Park für die Anrainer entsteht.

Auch der Klieberpark und der Einsiedlerpark sollen neugestaltet werden. Hier dürfen auch Anrainer mitreden. Was erwarten Sie sich davon?
Bürgerbeteiligung ist mehr als kurz mal fragen. Wichtig ist, dass die Ideen und Erwartungen der BürgerInnen auch umgesetzt werden und diese in die Umsetzung aktiv eingebunden sind. Das wird gemacht, kann und soll aber noch intensiviert werden.

Wie kann das noch intensiviert werden?
Mit Information, mehr Mitgestaltungsmöglichkeiten, Bürgerforen in der Umsetzung und mehr. Wir wollen den Einfluss der Menschen vergrößern. Das soll so selbstverständlich werden, dass es irgendwann einmal gar nicht mehr denkbar ist, dass die Menschen nicht beteiligt sind.

Ist das realistisch?
Das mag die Verwaltung zwar erschweren und nerven, aber es bringt Ergebnisse, die von den Menschen angenommen werden. Es bringt sogar bessere und nachhaltigere Lösungen zu konkreten Problemen.

Was wird sonst noch für die Margaretner gemacht in nächster Zeit?
Im rot-grünen Koalitionsabkommen gibt es das Projekt „Recht auf Recht“. Die Sozialberatung soll kostenlos und unbürokratisch sein. Bis es soweit ist organisieren wir Grüne selbst eine Beratung. Die Planungen dafür laufen.

Zur Person:

Nikola Furtenbach (32) ist gebürtige Vorarlbergerin, lebt aber seit 20 Jahren in Margareten. Ihre Freizeit verbringt sie mit ihrem Hund, beim Lesen, Reisen oder Kochen. Davor hat sie unter anderem Kampagnen der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" geleitet.
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