30.06.2016, 12:54 Uhr

Ausbau der Pottendorfer Linie nun auf Schiene

Jozef Vasak (Vertretung EU), LR Karl Wilfing, Franz Bauer (Vorstandsdirektor ÖBB Infrastruktur AG) nahmen den Spatenstich vor (Foto: NLK)
BEZIRK. Als "Meilenstein für die Thermenregion" bezeichnet Verkehrslandesrat Karl Wilfing den Ausbau der Pottendorfer Linie zwischen Wien und Wiener Neustadt. Er zählt zu den Schlüsselprojekten im Wiener Südraum und soll bis 2023 finalisiert werden und deutlche Entlastung für die Südstrecke bringen.
"Da wir auf der Südbahn auf Grund der vollen Trassenbelegung keinen weiteren Zug mehr unterbringen, brauchen wir dringend die Pottendorfer Linie, um zusätzliche Kapazitäten im Zugverkehr zu haben", weist Wilfing auf die Notwenigkeit der nächsten Ausbaustufe hin Auch die steigenden Fahrgastzahlen (Jänner bis März +7,9%) rechtfertigen, so Wilfing den Ausbau. "Die Strecke ist notwendig, um weitere Taktverdichtungen im Südraum vornehmen zu können", so Wilfing.

Forderung an den Bund

Aber auch der Bund müsse seine Verantwortung wahrnehmen und bei Inbetriebnahme der Pottendorfer Linie Zugbestellungen bei den ÖBB für die neue Strecke vornehmen, fordert der Verkehrslandesrat. "Es kann nicht so sein, dass für neue Infrastrukturen nur die Länder als Besteller auftreten, wie das im Fall der neuen Westbahnstrecke der Fall war. Es braucht hier auch den Bund, der für ein entsprechendes Pendlerangebot in Zusammenarbeit mit dem Land sorgen muss."

Barrierefreier Zugang

Von 2016 bis 2019 folgen schrittweise die Arbeiten im Abschnitt Hennersdorf – Münchendorf. In diesem Bereich erfolgt der Ausbau zur zweigleisigen Strecke. Die ursprüngliche Trasse wird geringfügig verändert um die Anhebung der Geschwindigkeit auf 200km/h zu schaffen. Die Hauptarbeiten zur Errichtung des Bahnhofs Hennersdorf, laufen seit März 2016, nun wurde in Achau der nächste Ausbauschritt gestartet. Die Bahnhöfe Hennersdorf, Achau und Münchendorf werden neu und barrierefrei errichtet. Ende Oktober bis Anfang November kommt es an den Wochenenden zu Gesamtsperren. Insgesamt werden 663 Millionen Euro – mit Unterstützung der Europäischen Union – investiert.
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