11.03.2016, 14:44 Uhr

Adomas Drungilas für acht Spiele gesperrt

Adomas Drungilas wurde von der Disziplinarkommission der Bundesliga für acht Spiele gesperrt. Die Berufung läuft.

Revanchefoul des Redwell Gunners-Spielers im Derby wurde hart bestraft, Güssinger Dane Watts kam glimpflich davon. Thomas Linzer erhielt Geldstrafe

OBERWART. Das hitzige Derby vergangenen Sonntag in Güssing hatte ein Nachspiel, denn der Strafsenat befasste sich mit zwei Attacken während des Spiels, die aufgrund von Videobeweisen zum Thema wurden, und der Kritik von Gunners-Präsident Thomas Linzer gegen das Schiedsrichterteam.
Der “national instructor” und Schiedsrichter-Besetzungsreferent des ÖBV, Erich Kratschmer, hatte das Spiel im Videostudium sorgfältig und umfangreich analysiert und dabei erkannt, dass Drungilas mit einem Kniestoß gegen den Schritt von Cody Larson ein Foulspiel beging, das aus seiner Sicht seitens der Referees mit einem disqualifizierenden Foul zu ahnden gewesen wäre. Daher brachte er dieses Vergehen unter Hinweis auf den eindeutigen Videobeweis bei der ABL nachträglich zur Anzeige.

Drungilas-Entschuldigung

Der Legionär gab das Foul zu und gestand den Fehler ein: “Es tut mir leid, dass ich diese Handlung gesetzt habe und es ist mir bewusst, dass ich dafür gemäß den Disziplinarbestimmungen der ABL wohl auch bestraft werde. Ich bedaure das, weil ich in meiner bisherigen Karriere - weder in Österreich, noch in einem anderen Land - jemals disqualifiziert oder wegen einem anderen Disziplinardelikt belangt wurde. Darüber hinaus möchte ich mich beim Spieler Cody Larson persönlich entschuldigen.”
Zuvor gab es aber auch ein ähnliches Foulspiel des Güssingers Dane Watts gegen den Litauer, als dieser ihn mit der Faus in den Schritt schlug. Auch dieses Vergehen ist als Videobeweis vorhanden.
Drungilas dazu: “Ich spürte den Schlag in meinem Unterleib und ging kurz in eine Beugehaltung, reagierte aber trotz Schmerzempfinden sportlich “tough” und fair, weil der Ball noch im Spiel war und Güssing im Angriff war. Also nahm ich so gut es ging sofort wieder meine Verteidigungsposition ein. Wäre ich ein unfairer Sportler oder Mensch, hätte ich diese Situation durchaus mit einer Überreaktion in Form eines Hinfallens o.ä. ausreizen können, zumal ich einen Schlag erhielt, der auch sehr schmerzhaft war. All das ist im Videobeweis auch eindeutig erkennbar."
Das Revanchefoul an Cody Larson geschah, weil Drungilas "ihn in der Hitze des Gefechts irrtümlich für Watts hielt."

Unterschiedliches Urteil

Während Watts, der sein Foul als "aus dem Spiel heraus" bezeichnete, als er sich den Weg freischaufeln wollte, mit zwei Spielen bedingt wegen rohen Spiels ausfasste - Probezeit auf ein Jahr, wurde Drungilas wegen Insultierung eine unbedingte Sperre von acht Spielen auferlegt.
Thomas Linzer erhielt wegen unerlaubter Kritik eine Geldstrafe von 900 Euro, davon 300 Euro bedingt - Probezeit von zwei Jahre. Linzer aktzeptiert sein Urteil, Drungilas ging in Berufung.
0
1 Kommentarausblenden
42.882
Michael Strini aus Oberwart | 11.03.2016 | 19:11   Melden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.