08.08.2016, 15:24 Uhr

ÖAMTC gibt Tipps für richtige Reaktion und Vermeidung von Unfällen

Der ÖAMTC steht Betroffenen sowohl bei der Unfallberatung aber auch direkt an der Unfallstelle zur Seite. (Foto: ÖAMTC)
BEZIRK. Nach einem Unfall – egal wie schwer er ist – gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren. Lukas Thallinger, Jurist beim Rechtsservice des ÖAMTC Oberösterreich, gibt Tipps für die richtige Reaktion und die Unfallvermeidung.

"Die häufigsten Unfallursachen sind eine nicht angepasste Geschwindigkeit, Ablenkung und Übermüdung", erklärt er. "Aber auch zu geringer Sicherheitsabstand und Vorrangverletzungen zählen oft dazu."
All dies wäre relativ einfach zu vermeiden. "Generell empfehlen wir, in regelmäßigen Abständen ein Fahrtraining zu absolvieren. Anfänger profitieren davon gleichermaßen wie Routiniers. Und das gilt für Autofahrer genauso wie für Motorradfahrer", so Thallinger.

Wenn doch was passiert

Kommt es dennoch zum Krach, muss, sobald ein Verkehrsteilnehmer verletzt ist Hilfe geleistet werden. Wer dazu selbst nicht in der Lage ist soll für Hilfe sorgen. Außerdem muss in diesen Fällen zwingend die Polizei verständigt werden. "Natürlich darf aber auch nicht auf die Absicherung der Unfallstelle vergessen werden", erinnert der Jurist.

Bei bloßen Sachschäden wäre es in der Regel nicht notwendig, die Polizei zu rufen. Es sei denn, der Unfallverursacher kann den Geschädigten nicht ausfindig machen. Handelt es sich bei der Schuldfrage um einen Zweifelsfall, ist eine Verständigung der Polizei trotzdem empfehlenswert. In derartigen Fällen wird eine Blaulichtsteuer, in Höhe von 36 Euro, erhoben.

"Ein ausführlicher, möglichst lückenlos ausgefüllter Unfallbericht ist eine unverzichtbare Grundlage, um etwa Schadenersatzansprüche geltend zu machen, dient aber ebenso als Dokumentation für die Kasko-Versicherung. Er kann formlos auf einem Blatt Papier abgefasst sein oder man verwendet den Vordruck des Europäischen Unfallberichts", erklärt Thallinger.

Was im Notfall zu tun ist

- Ruhe bewahren
- Unfallort absichern
- Nofallcheck durchführen: Bewusstsein, Atmung und Kreislauf kontrollieren
- Notruf (144) – hier sind die vier "W-Fragen" relevant: Was ist passiert? Wo ist es passiert? Wie viele Verletzte? Wer ruft an?
- Erste Hilfe-Maßnahmen durchführen, dabei den Selbstschutz beachten: richtige Lagerung, Beatmung, Herdruckmassage, Einsatz des Defibrillators, Stillen einer Blutung, etc.
- Die richtigen Maßnahmen dafür lernt man in Erste Hilfe-Kursen, die das Rote Kreuz laufend anbietet.
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