14.06.2016, 08:53 Uhr

Steig ein, Teil 7: Der Deckel hat seine Tücken

Musikvereinobmann und Vizebürgermeister Gustav Weber mit Fahrlehrerin Agnes Mroczkowski nach einm spontanen Test.

Nach 20 Jahren den Führerschein unvorbereitet zu bestehen ist fast unmöglich. Auch für gute Autofahrer.

Im Jahr 2015 wurden für den gesamten Bezirk Wien-Umgebung insgesamt 5283 Führerscheine ausgestellt. Davon waren 836 Ersterteilungen, 397 Ausdehnungen auf weitere Gruppen, und die verbleibende Zahl verteilt sich auf Duplikate und Austausch-FS (Scheckkartenführerschein, Verlust, Diebstahl, Namensänderung, Austausch EU- und Nicht-EU-Führerscheine, Heeresführerscheine) sowie Verlängerungen etc. Diese Personen haben die theoretische und praktische Prüfung also geschafft.
Doch wie sieht es mit Verkehrsteilnehmern aus, bei denen der Test vor mehr als 20 Jahren stattfand? Der Obmann des Schwadorfer Musikvereins und Vizebürgermeister Gustav Weber hat für uns noch einmal einen Test gemacht. Der 49-Jährige ist seit Jahren unfallfrei unterwegs. Doch wie siehts auf dem Bildschirm in der Fahrschule Mayrhauser in Schwechat aus?
Nach 30 Minuten steht das Ergebnis fest: knapp nicht bestanden. Gustav Weber: "Da sind etliche Fragen über Elektrofahrzeuge dabei, die ich nicht beantworten konnte." Bei Vorrangbeispielen z. B. war Gustav Weber souverän.
Fahrlehrerin Agnes Mroczkowski: "Natürlich wurden die Fragen in den letzten Jahren auch auf E-Fahrzeuge zugeschnitten. Wir müssen ja bei den Tests auch immer wieder Novellen in der Straßenverkehrsordnung einbauen."

Praxis für Können wichtig

Ein Beispiel, wo Theorie und Praxis weit auseinanderklaffen: Wenn man einen Radfahrer überholen will, der Seitenabstand aber um Zentimeter auf der Sperrlinie enden würde, müsste man unter Umständen kilometerweit eine Kolonne hinter sich herziehen. "Ich glaube, wenn man das Befahren einer Sperrlinie wegen drei Zentimetern ahnden würde, bräche die Verwaltung in Anbetracht der Verk
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