22.04.2016, 10:49 Uhr

Neue Hoffnung für Migräne-Leidende

Andreas Gruber vom Gesundheitszentrum Nord° mit Anita Frauwallner, Präsidentin der Österr. Gesellschaft für Probiotische Medizin und Leiterin Institut Allergosan. (Foto: privat)

Schluss mit Migräne: Therapie aus dem Bauch heraus.

WELS. Über hundert Besucher informierten sich kürzlich im wunderschönen Ambiente des Bildungshauses Schloss Puchberg über neue Therapiemöglichkeiten bei den anfallsartigen Kopfschmerzen.

Wirkung gesunder Darmbakterien

Als Vortragende beeindruckte Anita Frauwallner, Präsidentin der Österr. Gesellschaft für Probiotische Medizin, Leiterin des Instituts Allergosan, mit neuesten Erkenntnissen über den Zusammenhang der Kopfschmerzen mit dem Magen-Darm-Trakt, der Wirkung von gesunden Darm-Bakterien, internationalen Studien und fast noch geheimen Markt-Einführungen.

Ursachen sehr individuell

Um den Ursachen für Ihre ganz persönliche Migräne auf den Grund zu gehen, empfiehlt sich ein Beratungsgespräch mit Andreas Gruber im Gesundheitszentrum Nord° in Wels.

Was ist Migräne und wie kommt es dazu?

Die Symptome sind breit gefächert und umfassen nicht nur die quälenden Schmerzen im Kopf, sondern auch Empfindungsstörungen und Probleme im Magen-Darm-Trakt. Zu den auslösenden Faktoren gehören sogenannte Schlüsselreize (Trigger) wie Stress, Schlafmangel, hormonelle Schwankungen, Umweltfaktoren und bestimmte Lebens- und Genussmittel, insbesondere Lebensmittel, die Geschmacksverstärker wie Glutamat, Tyramin oder Histamin sowie Tryptophan (Rotwein, Schokolade, Käse) enthalten.
Körperliche Aktivitäten verstärken die Beschwerden und viele Betroffene beklagen, dass die Kopfschmerzen so heftig sind, dass sie während eines Anfalls nicht in der Lage sind den Alltag zu meistern.
Migräne kann von Toxinen ausgelöst oder verstärkt werden, welche durch ein „Leaky Gut“, einen löchrigen Darm, vermehrt in die Pfortader und so in die Leber gelangen. Ein „Leaky Gut“ entsteht durch die Veränderung der Schleimschicht an der Darmoberfläche, viele Bakterien sterben und der schützenden Darmschleimhaut wird die Lebensgrundlage entzogen. Die oben genannten Stress- und Entzündungsbotenstoffe zerstören die darunter liegende Epithelzellschicht. Die mit der Nahrung in den Körper gelangten ungesunden Stoffe wie Spritzmittel, Chemikalien und Emulgatoren werden nicht mehr mit dem Stuhl ausgeschieden, sondern dringen ungehindert durch Blut- und Nervenbahnen über die Leber ins Gehirn ein. Es häufen sich Schlacken und Schadstoffe im Kopf an.
Im Vortrag wurde eine neue Therapieoption vorgestellt, in der die Darmbarriere gestärkt wird und somit weniger Toxine in den Blutkreislauf und ins Gehirn gelangen. Dadurch wird die Intensität und Häufigkeit von Migräne signifikant reduziert und der Schmerzmittel-Bedarf sinkt.
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