23.06.2016, 17:10 Uhr

Zwischenbilanz der Fußball-Festspiele

Meistersänger, Klassegoalie, Motivator ... und eine der Lichtgestalten der EURO: Italiens Keeper Gianluigi Buffon (Foto: GEPA)

Ein kleiner Rückblick vor den Achtelfinalspielen, die leider ohne uns stattfinden!

Der schlimmste Albtraum

Niederlage gegen Ungarn und Island, spielerische Nullnummer mit Fortunas Hilfe gegen Portugal – ein derartiges Szenario hat viele Fans im Vorfeld aus dem Schlaf gerissen. Jetzt wissen wir es besser: Kein schlimmer Traum – sondern bittere Realität!

Inselkick als bestes Spiel
Die beste Partie: Eindeutig England gegen Wales! 90 Minuten Volldampf, keine sterbenden Schwäne, keine Schwalben und auch keine anderen Vögel, sondern nur Vollgas mit Zug nach vorne. Ein einziges Mal musste der walisische Betreuer auf das Feld – der Betreffende wurde unverzüglich ausgetauscht. Das war der deutlichste Beweis, warum der "Inselkick" etwas ganz Besonderes ist – und wer schon mal das Glück hatte, in einem englschen Stadion live dabeigewesen zu sein, weiß, wovon die Rede ist!

Der übelste Spiel-Kommentar

... stammt leider auch aus der Partie Österreich gegen Ungarn. Das unerträgliche Gejammer über die "ständig holzenden Ungarn" ist auch damit nicht zu entschuldigen, dass Polzer offenbar keine Holzer mag. An diese Aktion reichte nicht mal der rätselhafte "Körpersprachenexperte" heran, der vom Spielfeldrand aus die "Stimmung auf der Trainerbank einfangen" sollte ... das muss einem erst mal einfallen!

Das folgenschwerste Foul

Auch dreifache Weltfußballer pflegen Bälle vom Elfmeterpunkt hin und wieder an die Stange zu setzen – kein Vorwurf daher an Alexander Dragovic. Sehr wohl aber für das Foul im Spiel gegen Ungarn, das den Ausgleich verhinderte. Wenn der Libero am gegnerischen Strafraum vor dem Auge des Schiedsrichters seinen Gegenspieler niederstreckt, hat das, wie gesehen, schlimme Folgen. Zur Ehrenrettung: Er war nicht der einzige Österreicher, der seiner Form vergeblich hinterhergelaufen ist.

Der beste Sager

... kam wieder mal aus Deutschland, namentlich von Mario Götze: "Manchmal ist man ein Hund, manchmal ein Baum!" Umgemünzt auf die österreichische Auswahl: Sie kamen als Hunde und gingen als Bäume!

Die singendsten Fans

... kommen für uns NICHT aus Island – wir sind uns nicht ganz sicher, ob die Schlachtgesänge in der Übersetzung nicht vielleicht doch ".... ihr könnt nach Hause fahrn" ... oder so gelautet haben. Die besten Fans sind auch Sänger und kommen eindeutig aus Irland. In einer Wortspende tat einer der "Green Boys" kund, was sie an gegnerischen Fans nicht leiden können: "Wenn sie nicht singen können"!
Vielleicht sollten Engländer und Russen mal zusammen und Kroaten miteinander singen ...

Der größte Fehlgriff

... passierte Deutschlands Coach Joachim Löw. Der Griff in die Hause brachte im den Spitznamen "Fummel-Jogi" ein. So mancher Kollege war in der Formulierungsfindung deutlich einfallsreicher: "Jogi Löw musste während des Spiels sein persönliches Mittelfeld ordnen ..."

Die schlimmste Wäsch'

... trägt eindeutig Portugal. Das grün-grüne Ensemble, auch als "Auswärtsdress" bezeichnet, beleidigt das Auge. Ganz anders die stolzen Spanier, die ein Farbenkastl auf weißer Weste zur Schau tragen.

Der schönste EURO-Moment

... ist immer dann, wenn Italien spielt, die Nationalhymne gespielt wird und die "Fratelli d'Itaiia" ins Bild kommen. Keine Hymne passt besser zum Lande als diese, und niemand singt lauter als Oldboy Buffon! Dass mal jemand den azurblauen Dress tragen darf, der Eder heißt, hätte man bei einem Land, in dem auch die Namen wie Musik klingen (Giacomo = Jakob, Graziano = Gustav, Gianluca = HansimGlück), nie für möglich gehalten!

Wer diese Liste erweitern will, ist herzlich eingeladen!
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.