50 Jahre B’nai B’rith – Zwi Perez Chajes Loge

Das Ariadne Quartett spielte den Gefangenenchro aus Verdis "Nabucco"
Wien: Theater in der Josefstadt |

Festmatinee im Theater in der Josefstadt

Mehr als 500.000 Mitglieder weltweit zählt der hebräische Bund „B’nai B’rith – Zwi Perez Chajes Loge“ und ist damit die größte und bedeutendste jüdische Verbindung, die bereits auf eine 150-jährige Geschichte zurück blicken kann.

B’nai B’rith, hebräisch für „Die Söhne des Bundes“, symbolisiert die Verbindung seiner Mitglieder zum Judentum. Die Gemeinschaft vertritt Werte wie Tolerant, Wohlfahrt, Humanität und deklariert sich klar gegen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung. Damit erlangten die B’nai B’rith Beobachterstatus bei den Vereinten Nationen.

Jubiläumsmatinee in der Josefstadt
Am letzten Sonntag im November hatte die Gemeinschaft allen Grund zu feiern: Seit 50 Jahren ist B’nai B’rith wieder in Österreich aktiv und feiert dieses runde Jubiläum im stilvollen Ambiente des Theaters in der Josefstadt.

Neben Festreden von Oberrabiner Paul Chaim Eisenberg, Victor Wagner, Präsident der B’nai B’rith Loge Österreich, Graham Weinberg, Präsident der B’nai B’rith Europa, Bundeskanzler Werner Faymann, dem tschechischen Außenminister Karl Fürst zu Schwarzenberg und einem Festvortrag von Franz Vranitzky gab es ein feierliches, musikalisches Rahmenprogramm.

B’nai B’rith in Österreich
B’nai B’rith wurde 1889 in Bielitz, in der damaligen Österreich-Ungarischen Monarchie gegründet. 1895 folgte die erste Loge in Wien, die sich bis 1938 um sechs weitere und je eine in Linz und Graz erweiterte. Nebenbei bemerkt: Das Wort bezeichnet „Loge“ keinen Geheimbund, sondern eine Gruppe von Menschen, zu der man nicht so leicht Zutritt erhielt. Bedeutende Persönlichkeiten wie Sigmund Freud, Nobelpreisträger Otto Löwy und Friedrich Torberg gehörten der Loge an.

Während der Sharia kam das jüdische Gemeinschaftsleben völlig zum Erliegen. Erst 1960 etablierte sich in Wien eine neue Loge. B’nai B’rith ist die konstruktive Zusammenarbeit mit der nicht-jüdischen Umwelt ein großes Anliegen. Zu den bekanntesten Preisträgern der „Presidental Gold Medal“ Zwi Perez Chajes Loge zählen Kardinal Franz König (1988) und Bundeskanzler a.D. Franz Vraniztky (2005).
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