07.06.2016, 15:40 Uhr

"Wenn die es nicht schaffen, wer dann?"

Der St. Valentiner Ralf Muhr ist Akademieleiter der Wiener Austria. Durch seine Schule gingen Spieler wie Alaba und Dragovic. (Foto: FK Austria)

Der St. Valentiner Ralf Muhr ist Akademieleiter der Wiener Austria. Durch seine Schule sind Teamspieler wie David Alaba und Aleks Dragovic gegangen.

ST. VALENTIN. Im Gespräch mit der BezirksRundschau spicht Muhr über Österreichs Chancen in Frankreich, Besuche in München und die Entwicklung seiner "Akademiker".

BezirksRundschau: Was trauen Sie dem österreichischen Nationalteam bei der EM zu?
Ralf Muhr: Sollte das Team von Verletzungen verschont bleiben und das Auftaktspiel gegen Ungarn gewonnen werden, ist es realistisch die Gruppenphase zu überstehen. Dies wäre ein großartiger Erfolg – in einem möglichen Achtelfinale ist gegnerbedingt eventuell ein Aufstieg noch möglich, der Einzug in das Viertelfinale wäre aus meiner Sicht der Maximalerfolg.

Macht es Sie stolz, Ihre ehemaligen Akademiespieler Alaba und Dragovic im Nationaldress zu sehen?
Natürlich ist es eine besondere Freude, Spieler im ÖFB-Team agieren zu sehen, wo man selbst einen kleinen Teil deren Entwicklung mitbegleitet hat. Neben Alaba und Dragovic waren ja zudem auch noch Lindner, Suttner, Okotie, aber auch Arnautovic jahrelang in der Austria-Nachwuchsabteilung. Und auch bei Martin Harnik freut es mich, dass unsere Teilnahme bei einem U19-Turnier in Hamburg ausschlaggebend dafür war, dass er heute im ÖFB Team kickt.

Stehen sie mit den Spielern noch in Kontakt?
Der Kontakt besteht, beschränkt sich aber auf die spärlichen Besuche in Wien. Alaba und Dragovic halten sich in ihrer Freizeit gerne bei uns in der Akademie oder auch bei den Amateuren fit. Zudem kommt David als Coca-Cola-Botschafter regelmäßig zum U12-Coke-Finale in die Akademie. Trainings- und Spielbesuch bei den Bayern hat schon stattgefunden, in Kiew jedoch noch nicht.

War es für Sie schon in der Akademie abzusehen, dass die beiden so eine große Karriere hinlegen?
Beide Spieler überzeugten bereits in jungen Jahren mit überdurchschnittlichen Leistungen, bei beiden war der übereinstimmende Tenor von allen Trainern: "Wenn die es nicht schaffen, wer dann?" Hohes Spielverständnis, großer Trainingseifer, herausragender Ehrgeiz, Freude an jedem Wettkampf, positives Auftreten auf und auch abseits des Platzes, ein gutes Umfeld waren maßgeblich am Erfolg ihrer Karriere beteiligt.

Zum Schluss ein Tipp: Wer wird Europameister?
Finale Frankreich gegen Deutschland – 1:0 nach Verlängerung.
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