13.05.2016, 15:28 Uhr

Bremsen mit Beton

STRASSHOF (ks). Der heilige Antonius gilt als der Wiederbringer verlorener Sachen. So mancher Anrainer vermisst die ungehinderte Fahrt auf seiner Antoniusstraße. Seit einigen Monaten werden die Autofahrer kurz vor der Strasshofer Grenzstraße von einer 30er-Zone eingebremst.
Da aber auch intensive Polizeikontrollen nicht die gewünschte Geschwindigkeitsreduktion einiger Fahrer brachte – "es wurden Spitzengeschwindigkeiten von 90 km/h gemessen", erklärt Bürgermeister Ludwig Deltl – ergriff die Gemeinde zu strengeren Maßnahmen. Zwei Betonringe zwingen Autofahrer nun zum Bremsen.


Schlangenlinien

Die Maßnahme zur Verkehrsberuhigung bringt zwar den gewünschten Effekt, aber vor allem Landwirte in Rage. Die Betonringe zwingen die Traktorlenker mit überbreiten Geräten oder mit zwei Anhängern zur Präzisionsarbeit.
Landeskammerrat Andreas Leidwein beklagt, dass bei Straßenplanungen und Bauverhandlungen den Einwänden der Bauern oft nicht Rechnung getragen wird.

ZUR SACHE
Bei Landesstraßen müssen bauliche Maßnahmen von der Bezirkshauptmannschaft in einem mehrstufigen Verfahren genehmigt werden. Bei Gemeindestraßen obliegt es dem Gemeinderat verkehrsberuhigende Maßnahmen zu setzen.
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