20.05.2016, 10:26 Uhr

Gastfamilien für Tschernobylkinder gesucht

(Foto: privat)
Mittlerweile ist der 30. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl (26.4.1986) vorbei.
Jedes Jahr werden Urlaubswochen für Kinder aus der betroffenen Region in Österreich organisert – für die Wochen 16.7. - 7.8. und 6.8. - 28.8. werden noch Gastfamilien gesucht.

Antworten auf die häufigsten Fragen:

Wie meldet man sich an zur Aufnahme eines Kindes:
Das Anmeldeformular „Anmeldung 2016, neu, A+B“ ausfüllen, unterschreiben und an mich schicken – per mail, Fax oder Post. Zu finden sind die zwei Formularseiten auf der Startseite von www.belarus-kinder.net.

Welche Termine gibt es 2016?
Sa., 25.6. – So., 17.7.
Sa., 16.7. – So., 7.8.
Sa., 6.8. – So., 28.8.

Wie funktioniert die sprachliche Verständigung?
Alle Kinder lernen eine Fremdsprache. Erste Fremdsprache ist auch in Belarus mittlerweile Englisch. In manchen Schulen wird (wie früher) Deutsch unterrichtet.
Wie bei uns ist es vom Alter des Kindes abhängig, wie gut sich ein Kind verständigen kann, auch vom Talent und Fleiß des Kindes, vom Lehrer, von verschiedenen Dingen. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass gerade in kleinen, entlegenen Dörfern und den dortigen Schulen, die Fähigkeiten der Kinder, sich wirklich zu verständigen, sich ausdrücken zu können, sehr gering sind (egal ob englisch oder deutsch), auch wenn sie schon mehrere Jahre lang in der Fremdsprache unterrichtet wurden. Es gibt nur sehr wenige Wochenstunden für Fremdsprachen. Leider gibt es dort auch nur wenige gute Lehrer, weil kein Lehrer gerne in den verstrahlten Zonen arbeitet, meist sind es zwangsverpflichtete, junge Lehrerinnen, die dort eine bestimmte Zeit (2 Jahre) unterrichten müssen. Daher: Bitte rechnen Sie nicht damit, dass Sie sich mit dem Kind sprachlich gut verständigen können!
Hilfreichster Umstand für eine erfolgreiche Verständigung ist, dass in der österreichischen Familie ein eigenes Kind – oder mehrere – da ist. Kinder können sich auch ohne Sprache international miteinander verständigen. Erfahrungsgemäß funktioniert die Kommunikation zwischen ungefähr gleichaltrigen Kindern relativ gut.
Familien, in denen keine eigenen Kinder (mehr) im Haushalt leben, wird geraten, nicht ein Kind aufzunehmen, sondern unbedingt zwei Kinder einzuladen.
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