15.07.2016, 16:13 Uhr

Kristallium Glaserlebnis: neue Attraktion im Waldviertel

Kristallium-Chef Erwin Weber mit einem seiner Produkte. (Foto: Waldviertel Tourismus/Robert Herbst)

Kristallschleiferei Weber plant für den Ausflugstourismus einen Schaubetrieb.

HIRSCHENWIES. Im April dieses Jahres wurde mit der Initiative „Handwerk und Manufaktur im Waldviertel“ eine Plattform geschaffen, um die traditionellen Handwerksbetriebe im Waldviertel den Gästen näher zu bringen und erlebbar zu machen. Jetzt zieht diese Initiative bereits ein Folgeprojekt nach sich.
„Um an dieser positiven Entwicklung teilhaben zu können und den Standort Hirschenwies in Moorbad Harbach für die Zukunft abzusichern, plant die Kristallschleiferei Weber als Attraktivierung des Angebotes für den Ausflugstourismus einen Schaubetrieb. Das geplante Kristallium leistet einen maßgeblichen Beitrag zur wirtschaftlichen Stärkung der Region und schafft neue Arbeitsplätze“, erläutert Wirtschafts- und Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav.
Die aufwändige und zeitintensive Kunst des Schleifens von Bleikristall hat im Waldviertel eine lange Tradition. Die Familie Weber betreibt am Standort Hirschenwies in dritter Generation eine Kristallglasschleiferei. Jetzt soll die Kristallglasbearbeitung und die Glasbearbeitung mittels Gravuren für die Besucherinnen und Besucher mit allen Sinnen erlebbar gemacht werden. In den bestehenden Räumlichkeiten sollen die Geschichte des Glases und des Kristallglasschleifens, die Verbundenheit mit dem Waldviertel, die Bearbeitung von Kristallglas und die Produktvielfalt anschaulich, spannend und interaktiv vermittelt werden. Das Projekt Kristallium beinhaltet einen ca. 45 minütigen Rundgang mit verschiedenen Stationen wie Filmraum mit Imagefilm, den Raum Geschichte, die Kristallrutsche, den Raum Werkstatt mit Infofilm und eine Glasschleifmaschine zum Selbstschleifen. Mit einer eigens entwickelten Kristallium-App für Smartphones und Tablets stehen den Gästen vertiefende Informationen im Ausstellungsbereich zur Verfügung. Zur Auswahl stehen unterschiedliche Touren für Erwachsene und Kinder. Die App ist in mehreren Sprachen erhältlich. Weiters ist die Einbindung eines Kristallquiz in der App geplant.
Wirtschafts- und Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav: „Derzeit beschäftigt das Kristallstudio Weber am Standort Hirschenwies acht Angestellte. Durch die Attraktivierung des Angebots, die Steigerung der Besucherfrequenz sowie die Erhöhung der Wertschöpfung und des Wiederbesuchswerts können nicht nur die bestehenden Arbeitsplätze abgesichert werden, sondern es wird auch mindestens ein neuer Arbeitsplatz geschaffen werden. Im Jahr 2017 wird bereits mit über 17.000 Besucherinnen und Besuchern gerechnet. Die Mitgliedschaft bei der Niederösterreich Card ist ab 2017 geplant.“
„Das Kristallstudio Weber ist seit der ersten Stunde ein wichtiger Partnerbetrieb der touristischen Initiative ‚Handwerk & Manufaktur im Waldviertel‘. Am Projektstandort in Hirschenwies wird seit Jahrhunderten Glas erzeugt und bearbeitet - mit dieser Innovation erhält der Besucher Einblick in die funkelnde Welt des Glases“, erläutert Firmeneigentümer Erwin Weber. Mag. Andreas Schwarzinger, Geschäftsführer der Destination Waldviertel GmbH, ergänzt: „Im Kristallium wird dem Gast zukünftig die Möglichkeit geboten, noch intensiver in die Faszination der Handwerkskunst des Waldviertels einzutauchen und dadurch auch den Erhalt dieses traditionsreichen Glaskunsthandwerkes zu sichern. Zusätzlich ist diese Aufwertung des Ausflugsziels Indiz dafür, dass in den teilnehmenden Betrieben Innovation und Weiterentwicklung gelebt wird.“
ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki erläutert: „Das Projekt entspricht den Intentionen der ecoplus Regionalförderung. Durch die Attraktivierung und Aufwertung des regionalen Angebotes im Ausflugstourismus soll die touristische Wertschöpfung gestärkt und gesteigert werden. Das geplante Kristallium trägt dazu bei, das Waldviertel noch stärker als Region für qualitativ hochwertiges und traditionelles Handwerk zu positionieren.“
Das Projekt wird auf Vorschlag von Landesrätin Petra Bohuslav aus Mitteln der ecoplus Regionalförderung gefördert.
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