22.05.2016, 14:18 Uhr

Ausflug nach Glurns im Vinschgau

Der neue Vorsitzende unter einer nicht sehr schmeichelhaften Inschrift
Hall in Tirol: Adi Sparber | Am Donnertag 19. Mai 2016 machte die Ortsgruppe Hall der PVÖ einen Ausflug nach Glurns im Vinschgau. Der kleinsten Stadt Südtirols und der einzigen im Vinschgau.
Der Wetterbeicht für diesen Tag war nicht sehr erfreulich. Bei Nauders hat es angefangen zu regnen und ich dachte schlimmer kann es nicht werden. Und es kam schlimmer. Es fing an zu schneien. Den ganzen Reschensee entlang schneite es. Dann von Burgeis an hörte der Schneefall auf. Es wurde zwar nicht schön, aber trocken.
Wir gingen in den Gasthof "Grüner Baum" zum Mittagessen. Nach dem Essen wollte ich eine kleine Stadtführung machen. Nur zögerlich stimmten man mir zu. Ca. 15 Senioren wollten mitgehen. Zuerst wollte dich die Stadt von Außen erkunden und wir gingen durch das "Malsertor" . Die Ringmauer mit den drei Stadttürmen und eine ganze Reihe von Wehrtürmen umschließen malerische Gassen und Winkel, Bürgerhäuser aus dem 16. Jahrhundert und Laubengänge mit ganz besonderem Charme. Am Malsertor sah man zuerst die Hochwassermarke der Überschwemmung von 1855. Am 16. Juni 1855 verwüstete eine Überschwemmung, die vom Haider See im Oberen Vinschgau ausging, die Stadt. Wir gingen weiter an der gut 12 m hohen Stadtmauer entlang. Die ganze Stadt ist nach wie vor von einer Mauer umschlossen, die noch in der Zeit von Kaiser Maximilians I. erbaut wurde.
Vor 700 Jahren, zu Zeiten Meinhards II. von Tirol, wurde Glurns gegründet, und spielte im Laufe der Jahrhunderte eine wichtige Rolle als Festung und als Handelsplatz: Noch heute finden hier zwei wichtige Jahrmärkte, der Batholomäusmarkt im August und der “Sealamorkt” im November statt.

Wir besuchten das Grab von Paul Flora und dessen Geburtshaus. Paul Flora (* 1922, † 2009) war ein österreichischer Zeichner, Karikaturist, Grafiker und Illustrator. Auf eigenen Wunsch wurde Paul Flora auf dem Friedhof seiner Geburtsgemeinde an der Kirche St. Pankratius begraben. Die Stadt Glurns widmete ihm das Paul-Flora-Museum im Tauferer Tor. (Etschturm)

Dabei fiel mir auf, dass unsere Gruppe der Stadtführung immer kleiner wurde. Etliche Senioren haben wegen des kalten Wetters lieber eine Gaststube aufgesucht. Aber der harte Kern blieb bei mir. Wir besichtigten noch die Frauenkirche.

Glurns brannte mehrmals nieder und wurde neu errichtet, so etwa 1664 und ganz verheerend am 5. Januar 1732, als 89 Häuser und Scheunen samt Vieh niederbrannten. Fünf Todesopfer waren zu beklagen. Auch wurde die Stadt immer wieder Opfer von Hochwassern der Etsch.

Am 25. und 26. März 1799 drangen französische Truppen in die unbewachte Stadt ein. Es kam zu Plünderungen, mutwilligen Zerstörungen und Übergriffen an der Bevölkerung, die acht Todesopfer forderten. Nach dieser kleinen Stadtführung wärmten wir uns noch in der Gaststube und fuhren dann gegen 16:00 Uhr wieder nach Nordtirol.

Ich möchte mich bei Allen die dabei geholfen haben, dass dieser Ausflug zustande kam herzlich bedanken !

Adi Sparber, Vorsitzender des PVÖ - Ortsgruppe Hall in Tirol.
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