13.09.2016, 07:46 Uhr

50 Jahre Dorfhelferinnen in NÖ

Landesrat Dr. Stephan Pernkopf mit den Dorfhelferinnen (Foto: NLK, Filzwieser)

PERNKOPF: Wichtige soziale Einrichtung im ländlichen Raum aktueller denn je

REGION (red). Bereits vor 50 Jahren wurde in Niederösterreich die Einrichtung der Dorfhelferinnen gegründet. „Seither waren 465 Dorfhelferinnen tätig, was zeigt, wie wichtig diese helfenden Hände für den ländlichen Raum in Niederösterreich sind“ betonte LR Pernkopf beim gemeinsamen Festakt im bis auf den letzten Platz gefüllten NÖ Landtagssaal.
Die Dorfhelferinnen bieten Hilfe in Notsituationen auf land- und forstwirtschaftlichen Betrieben, bei denen die betriebsführende Bäuerin ausfällt. Sie übernehmen neben der Führung des Haushaltes, die Betreuung der Kinder und pflegebedürftigen Personen im Haushalt aber auch Arbeiten im Stall und auf den Feldern. Derzeit versehen in Niederösterreich 31 Dorfhelferinnen Dienst und leisten pro Jahr ca. 450 Einsätze mit über 5.000 Arbeitstagen.

Einzigartig in NÖ
Den Beruf der Dorfhelferin gibt es in Österreich ausschließlich in Niederösterreich. Durch die einjährige Ausbildung an der Landwirtschaftlichen Fachschule Gießhübl mit entsprechender praktischer Ausbildung wie Kinderbetreuung, Altenbetreuung und Arbeit am landwirtschaftlichen Betrieb ist gewährleistet, dass die Absolventen für die herausfordernden Aufgaben bestens gerüstet sind.
„Der Einsatz der Dorfhelferinnen ist oft mit großen Herausforderungen verbunden, da neben der Arbeit in der Landwirtschaft oft auch Kinder und pflegebedürftige Personen zu betreuen sind. Dies erfordert sehr viel Einfühlungsvermögen und Verantwortung, da die Dorfhelferin nicht nur ihre Arbeitskraft für die Familie zur Verfügung stellt, sondern auch Flexibilität im Umgang mit Menschen mitbringen muss. Sie sind so etwas wie die Feuerwehr der Menschlichkeit für unsere Bauernhöfe“, bedankt sich Pernkopf.

Dorfhelferinnen können bei der Abteilung Landwirtschaftsförderung, Frau Monika Schadenhofer, Tel: 02742/9005-12820 angefordert werden und werden nach Dringlichkeit der Einsätze zugeteilt.
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