05.04.2016, 07:30 Uhr

Immer mehr Hasen Unfallopfer

Im Frühjahr sind die Feldhasen besonders gefährdet. Autofahrersind zur erhöhten Aufmerksamkeit aufgerufen.Foto: Archiv

Schrumpfende Feldhasenbestände machen nicht nur Jägern Sorgen.

(ae). Autofahrer erlegen weit mehr Wild als Jäger: Im Vorjahr wurden in NÖ 11.300 Feldhasen im Straßenverkehr getötet, 2.000 mehr als 2014. Der WWF und der Verkehrsclub Öster-reich (VCÖ) fordern daher, dass der Straßenausbau in schützenswerten Gebieten gestoppt wird. „Der Lebensraum eines Feldhasen wird meist von rund 60 Straßenkilometern durchschnitten, daher ist das Risiko für ihn, unter die Räder zu kommen, groß und wird mit jeder zusätzlichen Straße größer“, sagt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer.
Gerald Rieck, Jagdleiter in Schrattenthal, sieht ebenfalls abnehmende Bestände: „Bei uns gibt es immer kleinere Jagden mit weniger Leuten, weil einfach das Wild nicht mehr da ist. Man sieht auch kaum noch überfahrene Hasen auf unseren Straßen, weil sie schon so selten werden.“ Auch Bezirksjägermeister Karl Wittmann weiß, dass in manchen Revieren sogar schon Jagden eingestellt wurden, weil die Feldhasen fehlen. „Im Bezirk“ sagt er, „ist der Bestand an Feldhasen aber noch stabil.“ Wittmann appelliert in diesem Zusammenhang an die Autofahrer: „Jetzt im Frühjahr ist die Rammelzeit, da sind die Tiere noch stärker gefährdet. Es wäre wichtig, dass die Menschen jetzt beim Fahren etwas besser auf über die Straße laufende Tiere aufpassen.“
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