06.09.2016, 08:00 Uhr

Schulbeginn kann teuer werden

Sara und ihre Mutter Carmen Niedermayer aus Zellerndorf sind für den Schulstart bestens gerüstet. Foto: Josef Messirek

Der Schulbeginn belastet das Familienbudget. Unterstützung bei finanzieller Notlage ist möglich.

BEZIRK (jm). Für die SchülerInnen bedeutet der Schulbeginn den Abschied von den Ferien. Für die Eltern bringt er eine Reihe von Anschaffungen und Beiträgen, die das Familienbudget erheblich belasten können. Eine Schulstarthilfe in Höhe von 100,- Euro gibt es für Taferlklassler. Für Familien in finanzieller Notlage bieten die Second-Hand-Geschäfte der Caritas preisgünstige Schulartikel an, auch die Volkshilfe unterstützt benachteiligte Familien. Die Bezirksblätter fragten Eltern, was sie der Schulbeginn ihres Kindes kostet.

200,- Euro für Volksschülerin

Sara Niedermayer geht in die dritte Klasse der VS Zellerndorf. „Ihre Grundausstattung verwendet sie weiter“, berichtet ihre Mutti Carmen, „doch 70,- Euro müssen für Neuanschaffungen aufgewendet werden.“
Für Turnsachen und Hausschuhe sind 30,- Euro vorgesehen und für Kopiergeld, Elternvereinsbeitrag und Abos für Jugendliteratur 60,- Euro. Spendengeld fürs Jugendrotkreuz, Wandertag und sonstige Beiträge sind mit 40,- Euro einkalkuliert. Insgesamt kommen 200,- Euro Mehrausgaben am Schulbeginn zusammen. Wenn Sara ein oder zwei Tage pro Woche in die Nachmittagsbetreuung geht, sind pro Monat 60,- Euro zu bezahlen.

230,- Euro für NMS-Schüler

Ferdinand Döller besucht ab September die dritte Klasse der NMS Zellerndorf. „Er kann einige Schulsachen vom Vorjahr weiter verwenden, doch ich rechne mit etwa 70,- Euro für Neuanschaffungen“, so Mutter Susanne. Für Turnsachen sind 90,- Euro einkalkuliert, für neue Hausschuhe 10,- und für diverse Beiträge wie Kopiergeld, Elternvereinsbeitrag oder Abos für Jugendliteratur sind 60,- Euro vorgesehen. „In Summe rechne ich mit rund 230,- Euro Mehrausgaben für den Schulbeginn“, so Susanne Döller.

360,- Euro für AHS-Schüler

Georg Thurner ist AHS-Schüler, kommt in die sechste Klasse und pendelt von Retz nach Holla-brunn. Georgs Mutter Monika: „Für heuer wurden die Schüler aus Gründen des Umweltschutzes ersucht, die Hefte des vorigen Jahres weiter zu verwenden. Einzig für Schularbeiten benötigen sie neue Hefte.“ Dennoch sind für Schulsachen 50,- Euro einzukalkulieren, 120,- für das Turngewand, 20,- für Kopierkosten, 17,- für den Elternverein, 90,- für Projekttage und 60,- für die Bahnkarte. „Insgesamt sind das rund 360,- Euro“, erklärt Monika Thurner, „und letztes Jahr waren für einen PC noch zusätzliche 650,- Euro erforderlich.“

Zur Sache:

Tipps der Arbeiterkammer: Im Fachhandel beraten lassen – das hilft sparen; auf die Qualität und Haltbarkeit der Produkte achten; zu umweltfreundlichen Produkten greifen, etwa wiederbefüllbaren Filzstiften auf Wasserbasis, Heften mit Recyclingpapier oder Bleistiften ohne Lackierung am Holzschaft.
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