15.09.2016, 00:00 Uhr

Ahnenforscher sucht Cousine

Auf die Urkunde aus dem Jahr 1375 ist Friedrich Göd sehr stolz.

Seit zwei Jahren sucht Friedrich Göd nach seiner Großcousine. Nun helfen die Bezirksblätter mit.

KLOSTERNEUBURG. Manche machen Sport, andere spielen Karten. Friedrich Göd hingegen macht sich seit drei Jahren auf die Suche nach seinen Ahnen. Neben dem Aufklären seiner Familiengeschichte, hat er auch noch ein anderes Ziel.

Aufruf zur Hilfe

Bereits seit mehr als zwei Jahren ist er auf der Suche nach seiner Großcousine, Elfriede Beierl. "Zuletzt hatten wir 1994 Kontakt. In der Kindheit und Jugend verbrachten wir alle Ferien gemeinsam und hatten ein inniges Verhältnis", erzählt Göd. Er weiß, dass sie im Raum St. Pölten lebt. Zuletzt wohnte sie in der Ratzersdorfer Felmühle, da sie mit ihrem Mann eine Fischzucht hatte. Nachdem der 67-jährige dort anrief, hob ein Arzt ab, der dort seine Praxis eröffnet hat. "Ich weiß auf jeden Fall, dass sie noch lebt", ist sich der Klosterneuburger sicher, weil "ich war am Zentralfriedhof in St. Pölten am Grab, wo ihre Großmutter und meine Tante, Stefanie Achatz, begraben ist." Doch der Friedhofsverwalter durfte ihm nichts Genaueres sagen, als dass Elfriede Beierl das Grab bezahle und die Dame im Raum St. Pölten lebe. "Ich würde sie gerne finden und mit ihr in Kontakt sein, immerhin haben wir viel miteinander erlebt", so Friedrich Göd.

Adelsblut und Wehmut

Mit der Ahnenforschung beschäftigt sich Friedrich Göd seit drei Jahren. "Mein Großvater hatte eine Rolle, auf die er sehr stolz war. Als ich sie bekommen habe, stellte sich heraus, dass das eine Urkunde aus 1375 ist, darin ist festgehalten, dass der Name 'Göd' Adelsblut in sich trägt." Er begann mit seiner Nichte Andrea einen Stammbaum zu schreiben – welcher mittlerweile aus rund 160 Personen besteht – und reiste dafür sogar nach Dresden. "Seitdem bin ich auch wieder in stetigem Kontakt mit dem Halbbruder meines Vaters aus Dresden und meiner anderen Cousine aus Innsbruck", freut sich der 67-Jährige. Wichtig für das Ahnenforschen seien Internet, Friedhofsverwalter, Bezirkshauptmannschaft und auch die Polizei. "Denn begeht jemand ein Verbrechen, ist das im Register gespeichert", erzählte ihm ein benachbarter Polizist. Allerdings bereut Friedrich Göd eines: "Im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich als Jugendlicher meinem Großvater nicht mehr gefragt habe oder aufmerksamer war."

Zur Sache

Haben sie genauere Informationen über die gesuchte Großcousine, oder kennen Sie sie? Dann melden Sie sich bei den Bezirksblättern unter 0664/806665891. Alle Informationen und Hinweise werden direkt an Friedrich Göd zur Hilfe weitergegeben.
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