08.05.2016, 20:16 Uhr

ÖGB-Frauen Burgenland sehen die Vorschläge zur Kinderbetreuungsreform positiv

Maßnahmen als wichtiger Schritt für mehr Gleichstellung im Burgenland

„Die Vorschläge zur Kinderbetreuungsreform bringen Verbesserungen und Vereinfachung für Familien. Der Papamonat ist ein wichtiges Instrument für mehr Gleichstellung und führt dazu, dass sich Väter verstärkt der Kinderbetreuung widmen. Weiters werden eine flexible Familienzeit sowie ein neues Kinderbetreuungsgeldkonto und ein Partnerschaftsbonus vorgeschlagen“, erklärt ÖGB-Landesfrauenvorsitzende Hannelore Binder.

Klarer Verweis

Eine Kranken- und Pensionsversicherung neben der Geldleistung während des Papamonats ist sinnvoll und fair. Das erleichtert Vätern die Entscheidung, die ersten entscheidenden Wochen mit Frau und Kind zu verbringen. Väter sind in dieser Zeit nicht schutzlos, ein Motivkündigungsschutz wird über das Gleichbehandlungsgesetz gewährleistet. Dazu gibt es auch einen klaren Verweis in den Erläuterungen des Gesetzes, heißt es von den ÖGB-Frauen Burgenland.
Die Familienzeit kann flexibel zwischen 28 und 31 Tagen in einem Zeitraum von 91 Tagen nach der Geburt konsumiert werden. Es wird einen Partnerschaftsbonus in Höhe von zusätzlich 1.000 Euro geben, wenn sich die Eltern die Betreuung im Verhältnis von mindestens 60:40 teilen. Diesen Bonus gibt es auch beim einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeld.

Lebensplanung

Mit dem neuen Kinderbetreuungsgeldkonto erhalten nun alle dieselbe Geldsumme und können auch die Bezugsdauer wählen. Die ÖGB-Frauen begrüßen die Möglichkeit, die Bezugsdauer einmal verändern zu können, denn das macht es den Eltern möglich, ihre Lebensplanung, die sich immer wieder ändern kann, flexibler zu gestalten. Um Eltern bei ihrer Entscheidung behilflich zu sein, ist ein vom Familienministerium zur Verfügung gestellter Online-Rechner, mit dem Eltern die Beträge ausrechnen können, absolut erforderlich, so die ÖGB-Frauen.
„Derzeit nehmen im Burgenland 2.900 Menschen Kinderbetreuungsgeld in Anspruch. Nur 295 von ihnen sind Männer. Das sind knapp 10 Prozent. Wir hoffen, dass durch diese Maßnahmen mehr Väter dazu ermutigt werden, sich stärker der Kinderbetreuung zu widmen. Es wäre ein wichtiger Schritt für mehr Gleichstellung“, so Binder abschließend.
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