24.04.2016, 00:24 Uhr

30 Jahre "Super Gau Tschernobyl"

OBERWART (ps). Der Zivilschutz Burgenland erinnerte im Einkaufszentrum "eo" an den 26. April 1986, der Tag der die Welt verändern sollte. Der Reaktorblock IV des Kernkraftwerks Tschenobyl gerät nach einem missglückten Sicherheitsexperiment außer Kontrolle und explodiert.
Der Atomunfall in Tschernobyl vor 30 Jahren war die bisher größte je dagewesene Nuklearkatastrophe der Geschichte. Bis heute sind die Auswirkungen noch deutlich spürbar.

Die Schweden schlugen Alarm

Bereits 36 Stunden später in Schweden: Im Kernkraftwerk Forsmark, über 1200 Kilometer entfernt, wird aufgrund erhöhter Radioaktivität auf dem Gelände automatisch Alarm ausgelöst. Messungen an der Arbeitskleidung der Angestellten ergeben erhöhte radioaktive Werte. Da allerdings die schwedischen Anlagen als Verursacher ausgeschlossen werden können, richtet sich der Verdacht aufgrund der aktuellen Windrichtung gegen die Atomkraftwerke der Sowjetunion. Zur selben Zeit wird auch in Österreich und der Schweiz erhöhte Radioaktivität gemessen. Wind und Regen tragen die Radioaktivität nach Westeuropa, die Öffentlichkeit ist alarmiert. Doch Moskau leugnet den Atomunfall. Von einem Unfall könne keine Rede sein. Ein kleines Missgeschick, aber alles unter Kontrolle. Luft und Wasser rund um Kiew seien sauber, es bestehe keine Gefahr, beteuert der Kreml.

Wir wurden belogen...
Vieles hätte verhindert werden können, wenn man die ganze Welt nicht belogen hätte, sagen heute Mitarbeiter des Burgenländischen Zivilschutzverbandes in Oberwart und verteilen Broschüren und Informationsmaterial, mit Schwerpunkt "Vorbeugender Stahlenschutz".
Viele junge Menschen in Österreich, Kinder um 10 Jahre, die sich Ende April 1986 spielend in der Natur aufgehalten haben, leiden heute noch an den Spätfolgen dieser "Giftwolke", die eine "zehnfache" Radioaktivität freisetzte wie die Hiroschima-Bombe.
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