31.03.2016, 10:52 Uhr

Haarkunst einmal ganz anders

Daniel (19) hat das Projektthema "Haarspalterei" mit sich selbst inszeniert - als Empörung über den kommerziellen Missbrauch, der mit Haaren getrieben wird

Ottakringer Berufsschüler haben Kunst mit und über Haare gemacht

OTTAKRING. Was haben Frisöre mit Kunstwerken zu tun? Diese Frage beantworten die Schüler der Ottakringer Berufsschule für Frisur, Maske und Perücke mit ihren Werken. Die Lehrlinge haben sich mit dem Thema Haare einmal ganz anders als im täglichen Leben beschäftigt. Schulleiterin Michaela Pokorny: "Der Stellenwert der Kunst- und Kulturvermittlung im Unterricht gewinnt für den Erwerb von Sozialkompetenzen immer mehr an Bedeutung." Schon zum dritten Mal fand im Zuge der Kooperation der Berufsschule mit der Kunsthalle Wien und "KulturKontakt Austria" eine Präsentation der Werke statt.

Dass Haare auch ein Rohstoff sind, beschäftigt Daniel. Denn mit dem Verkauf von Haaren lässt sich Geld verdienen. Wie wütend den Lehrling im zweiten Jahr das macht, sieht man an seiner Fotoinstallation zum Projekt "Haarspalterei": Er inszenierte sie mit sich selbst.

Den Traum vom ersten Erfolg hat Vanessa Ajdini bereits verwirklicht: Die 18-Jährige erreichte beim "Next Generation"-Overhead-Frisurenwettbewerb den fünften Platz und präsentierte das "Making-of" ihrer Kreation.

Zur Sache:

Die Werke der Ottakringer Schüler sind als Installation im Rahmen der großen Friedrich-Kiesler-Ausstellung ab 14. Juni auch im Museum für angewandte Kunst (MAK) zu sehen. Mehr Infos gibt es aufwww.mak.at
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