26.07.2016, 18:00 Uhr

Schwertberg: Extreme Schäden nach der Horror-Nacht

FF Schwertberg-Kommandant Christian Pree, Landtagspräsident Viktor Sigl und Bürgermeister Max Oberleitner. (Foto: Gemeinde)

Unwetter zog Spur der Verwüstung. Das Ausmaß wird jetzt sichtbar: Viele Firmen, Privathäuser und öffentliche Gebäude betroffen.

SCHWERTBERG. „Es hat so schlimm ausgesehen wie 2002“, sagte Bürgermeister Max Oberleitner nach dem verheerenden Unwetter Samstag-Nacht. Innerhalb weniger Minuten wurde das Ortszentrum überschwemmt, Häuser und Autos verwüstet. War 2002 die Aist für das dramatische Hochwasser verantwortlich, kamen Wasser und Schmutz diesmal aus umliegenden Feldern.

„200 betroffene Objekte“

Das Ausmaß der Schäden wurde am Montag sichtbar. „Wir werden sicher auf 200 betroffene Objekte kommen“, sagt Oberleitner. Laut Ortschef sind auch die Firmen Praher, Tinschert, Kürmayr, Sport Mayr und Thurner stark betroffen. Das Veranstaltungszentrum Meierhof ist verwüstet. Im Gemeindeamt stand der Keller zur Gänze unter Wasser. Das Volksheim wurde ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen. Beim Roten Kreuz drang über das Dach Wasser ein. Kleinere Schäden gibt es bei Kindergarten, Schule und Krabbelstube. Die Feuerwehren bildeten Katastrophenzüge. Insgesamt 250 Einsatzkräfte von 17 Feuerwehren des Bezirkes befreiten Schwertberg von Unmengen an Morast und Schlamm. Gerade für die Schwertberger Feuerwehren war es eine gewaltige Belastungsprobe. An viel Schlaf war von Samstag bis Montag nicht zu denken. „Insgesamt mussten rund 120 Einsätze bewältigt werden und 75 einzelne Objekte, mehrere Firmengebäude und das gesamte Straßennetz gereinigt werden“, berichtet Simon Brandstätter von der FF Schwertberg. Landtagspräsident Viktor Sigl machte sich ein Bild von der Lage und sprach den Helfern seinen Dank aus.

Kleinere Projekte als Schutz

Was von der Katastrophe bleibt? „So große Elementarereignisse sind nicht zu verhindern“, sagt Oberleitner. Trotzdem werde er die Ereignisse zum Anlassfall nehmen, um eine Reihe an kleineren Projekte zu forcieren. „Das kostet rund fünf Millionen Euro, da braucht Schwertberg Unterstützung“, sagt er. Schwere Unwetter mit überfluteten Kellern und Straßen gab es auch in Mauthausen, Ried und Langenstein.

Zum Bericht: "Schwertberg: 250 Mann von 17 Perger Feuerwehren im Katastropheneinsatz"

Zum Bericht: "Schwertberg verwüstet - "Es hat so schlimm ausgesehen wie 2002"

Wichtige Infos vom ÖAAB-Bezirkschef: Was tun bei Katastrophenschäden?
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