12.10.2016, 13:06 Uhr

Gerald Rigler gewinnt Saisonfinale

Gerald Rigler im Ford Fiesta WRC. (Foto: Harald Illmer)

Beim Finale der Austrian Rallyechallenge, der Herbstrallye rund um Dobersberg im Waldviertel, war der Rallye Club Perg (RCP) wie gewohnt stark vertreten. Das Rigler Racing Team staubte in Dobersberg den Gesamtsieg ab. Auch in der Klasse der Historischen Wertung geht der Sieg dank Franz Panhofer an den RCP. Zudem auch Top Leistungen der weiteren Starter.

PERG, WALDVIERTEL. Zu ihrer 30. gemeinsamen Rallye gönnten sich Gerald Rigler und Martin Rossgatterer einen ganz besonderen Leckerbissen. Statt wie bisher diese Saison ein S2000 Fahrzeug einzusetzen, mieteten sie das Ford Fiesta WRC mit dem eben erst Hermann Neubauer den Staatsmeistertitel eingefahren hat an. Naturgemäß ging das Rigler Racing Team damit als klarer Favorit ins Rennen, was die beiden doch ein wenig unter Druck setzte. Dennoch konnte gleich mit einer Bestzeit auf der ersten Sonderprüfung losgelegt werden.
Bis zum Mittagsservice betrug der Vorsprung auf den Zweiten bereits eine halbe Minute und am Fahrzeug wurden lediglich Routinearbeiten durchgeführt, da es nichtmal einen Kratzer abbekommen hat. Der Plan war, dieses Tempo weiterzufahren und einfach Spaß mit diesem Top Fahrzeug zu haben. Dieser ging auch auf und im Ziel hatte man 40,6 Sekunden auf den Zweitplatzierten Maximilian Koch auf Skoda Fabia S2000. „Es war der Hammer – genau so habe ich mir WRC fahren vorgestellt“, berichtet ein freudestrahlender Rigler, der nur unter Zwang wieder aus dem Auto ausgestiegen ist.


RCP-Duo erfolgreich

Ebenfalls sehr gut verlief die Rallye für Franz Panhofer und Richard Gollatsch auf dem Toyota Corolla AE86. Das RCP-Duo konnte von Beginn an ihr gewohnt schnelles Tempo fahren, was mit dem frühen Festsetzen am guten 3. Platz bei den historischen Fahrzeuge belohnt wurde. Schnell wurde zum Ziel gesetzt, diese Platzierung zu halten. Da man gegen die leistungsmäßig überlegenen Fahrzeugen auf Platz 1 und 2 keine Chance und den Kollegen auf Platz 4 ganz gut im Griff hatte, sollte das durchaus möglich sein. Im Laufe der anspruchsvollen Rallye konnten Panhofer/Gollatsch ihr Tempo weiter steigern, und durch Ausfälle der Konkurrenz letztendlich die Klasse der historischen Fahrzeuge gewinnen. „Der Gesamtsieg bei den historischen Fahrzeugen mit einem schwächeren Autos im Feld freut mich sehr. Speziell da die Rallye mit einigen Highspeed-Passagen für unser Auto nicht gerade optimal war“, erzählt Panhofer, welcher auch wieder von seinem Fahrzeug schwärmt, das dank bester Vorbereitung keine Probleme machte.

Co-Pilot mit Zukunftshoffnung in die Top Ten

Ebenfalls sehr gut unterwegs war der RCP-Co-Pilot Peter Medinger. Er durfte dem Youngster Steven Schierlinger, wie auch schon bei dessen Debüt bei der Zwettl Rallye, bei seiner zweiten Rallye im Mitsubishi Evo 3 den Aufschrieb ansagen. Trotz ein paar Hoppalas, die mit der nötigen Portion Glück alle glimpflich ausgingen, zeigte sich bald, dass der Weg richtung Top Ten geht und somit über den Erwartungen liegt. Mit einer beeindruckenden Coolness stellte Schierlinger erneut sein Talent unter Beweis und machte dank seiner Lernfähigkeit große Fortschritte. Die Belohnung ist der 9. Gesamtplatz. „Bei dem starken Starterfeld habe ich mit einem Platz rund um den 15. gerechnet – das Top Ten Ergebnis überrascht und freut mich natürlich sehr, ist bei Stevens Fortschritten aber auch gerechtfertigt“, berichtet Medinger.

Weniger Glück für weitere RCP-Fahrer

Eine fast problemlose Rallye lieferte auch das Rallye Club Perg Team Erwin Kollingbaum/Martina Brückler ab. Ausser dem einen oder anderen kleinen Verbremser auf den rutschigen Sonderprüfungen verlief bis zur letzten Sonderprüfung alles sehr gut und das Ziel, im Endklassement zw. 30. Und 40. Platz zu liegen, schien mit Platz 36 als erreicht. Auf der letzten Sonderprüfung steuerte Kollingbaum seinen BMW 325 E30 jedoch eine Runde zu wenig durch die Schottergrube, was mit einer entsprechenden Zeitstrafe belegt wurde und die Beiden auf den 42. Platz zurückversetzte.
Pech hatten die Rohrbacher Herbert Winkler und Christian Haas mit ihrem Porsche 924, die wegen einem technischen Gebrechen nach der 6. Sonderprüfung aufgeben mussten, sowie Alfred Glaser, dessen wunderschöner Lancia Delta Integrale bei einer letzten Abstimmungsfahrt am Tag vor der Rallye mit einer kaputten Zylinderkopfdichtung den Dienst verweigerte.

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