10.08.2016, 10:00 Uhr

Philipp Kronsteiner: Wann bricht er den österreichischen Rekord im Dreisprung?

Philipp Kronsteiner ist mit 19 Jahren Österreichs bester Dreispringer. (Foto: ÖLV/Jean Pierre Durand)

Philipp Kronsteiner könnte Österreichs Dreisprung-Rekord aus dem Jahr 1988 bald auslöschen.

ST. GEORGEN/GUSEN. Am 13. Juli 1988 sprang Alfred Stummer mit 16,57 Metern die bis heute gültige österreichische Bestweite im Dreisprung. Philipp Kronsteiner, Jahrgang 1997, fehlen nur mehr 32 Zentimeter auf die Allzeit-Bestmarke. "Der Rekord ist nächstes Jahr auf der Marschroute Richtung Olympische Spiele Tokio 2020 eingeplant, soweit man das behaupten kann", sagt Kronsteiner. Zu viel Druck machen will sich der 19-Jährige aber nicht. "Wenn ich hart an Technik, Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer arbeite, dann ist der Rekord ein Resultat der harten Arbeit. Meine Entwicklung ist mir wichtiger, der Rekord kommt dann quasi von alleine." Für Kronsteiner fühlen sich die Wochen nach dem 4. Rang bei der U20-WM am 21. Juli mit 16,25 Metern wie ein Traum an. "Mein Ziel war die Qualifikation für das Finale. Niemals rechnete ich damit, dass die Medaille in Reichweite liegen würde".

Staatsmeistertitel geholt

Zweiter Höhepunkt für Kronsteiner war die Staatsmeisterschaft Ende Juli in Salzburg-Rif. Dort holte er mit 15,93 Metern seinen ersten Einzel-Staatsmeistertitel. In der kommenden Saison will der junge Athlet bei der U23-EM in Bydgoszcz – dort fand auch die U20-WM statt – glänzen. Fernziel ist Olympia 2020. "Das schwebt klar und deutlich über den kommenden Jahren." Ein Grund für Kronsteiners Leistungsexplosion ist, dass er seit dem Vorjahr einen neuen Betreuer hat: Silvio Stern stellte das Training grundlegend um. Trainiert wird pro Tag fünf bis sechs Stunden. Neben dem Training stehen Dinge wie Fascien-ziehen, Eisbad, Kochen für die richtige Ernährung, technische Analyse des Trainings und auch Topfenumschläge, um Überlastungen oder Entzündungen der Gelenke vorzubeugen, an. "Insgesamt ist es etwas mehr als ein Fulltime-Job. Wenn ich es nicht lieben würde, hätte ich bereits vor Jahren aufgehört, denn jede Stunde im Trainingsprozess ist schmerzhaft, aber ich weiß, wofür ich es tue." Im kommenden Schuljahr steht die Matura an. Danach will Kronsteiner Heeressportler werden. Trotz der Erfolge steht für ihn fest: "Im Großen und Ganzen ist für mich das Wichtigste, den Spaß am Springen nicht zu verlieren und gesund zu bleiben."
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