18.05.2016, 19:00 Uhr

Glaser fährt mit Strom

Manuel Furtlehner und Lisa Raab

Umweltschutz ist bei der Firma Baumann kein leeres Wort: Viele Projekte helfen Mensch und Natur.

BAUMGARTENBERG (eg). Heute ist alles in Überfluss vorhanden. Er aber kann sich noch gut an eine Zeit erinnern, in der Glasermeister noch die kleinsten Glasscherben aufsammelten, Lagerarbeiter Holzkisten zerlegten und Verkäuferinnen Papier ausstreiften, um es wieder zu verwenden. Franz Baumann hat diese Ansätze in die heutige Zeit transferiert. Die Firma Baumann ist ein Vorzeigeunternehmen, nicht nur im sorgsamen Umgang mit den vorhandenen Materialien, sondern auch im Umgang mit dem Menschen und der Natur.
Manuel Furtlehner ist der Qualitäts-, Umwelt- und Sicherheitsexperte in der Firma: „Unter dem Motto 'Gemeinsam neue Wege gehen' haben wir in der Firma drei Elektro-Autos angeschafft. Eines ist für die Geschäftsführung, eines wird für eine Fahrgemeinschaft für fünf Mitarbeiter aus und um Waldhausen genutzt und ein Auto steht für Car-Sharing zur Verfügung.“ Für die Lehrlinge stehen vier Elektro-Scooter parat. Diese dürfen auch für Privatfahrten benutzt werden.

Getränke gehen schlafen

Um Energie zu sparen, hat Baumann die Beleuchtung in den Büros total auf LED umgestellt. Zudem werden die Getränkeautomaten in der Nacht abgeschaltet. „Man glaubt es kaum, aber alleine bei den Getränkeautomaten sparen wir im Jahr rund 1500 Kilowattstunden ein. Dabei ist das ganz einfach. Eine Zeitschaltuhr schaltet bei Betriebsschluss am Abend aus und am Morgen wieder ein“, erklärt Furtlehner, der wie sein Chef und alle Mitarbeiter laufend über Energie einsparende Maßnahmen nachdenkt.
Eine der größten Energiespar-Maßnahmen der Firma ist aber die Installation der 350 KWP Photovoltaik-Anlage am Dach der Firma. „Wir erzeugen rund 260.000 Kilowattstunden Strom. Das ist mehr, als wir selbst benötigen, und es ist eine sehr gute Ergänzung zu unseren Elektro-Autos und -Scootern“, so der Qualitäts- und Umweltexperte, der außerdem noch von Einsparungen beim Transport von Müll durch eine eigene Müllpresse, von wasserlosen Pissoirs in den Herrentoiletten und von dem Spritspar-Wettbewerb in der Firma berichtet.
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