06.06.2016, 10:50 Uhr

Schwierige Zeiten für die Bürgermusikkapelle Reutte

(Foto: MK Reutte)
REUTTE. Bei der außerordentlichen Generalversammlung der Bürgermusikkapelle Reutte waren 40 MusikantInnen anwesend um die Aufarbeitung von vereinsinternen Problemen und damit auch um die weitere Weichenstellung für die Zukunft der Musikkapellezu diskutieren. Die Moderation dazu übernahm Bürgermeister Luis Oberer.

Obmann Roland Ruepp und Kapellmeister Gerfried Breuss erklärten, dass sie ihre Ämter zur Verfügung gestellt hatten weil sie aus ihrer Sicht nicht mehr das Vertrauen des Ausschusses der Musik verspürten. Von der anderen Seite wurde gerade dieser Punkt stark kritisiert. Man hätte sich doch bei der letzten Ausschusssitzung bereits darauf geeinigt die derzeitige Führung bis zur ordentlichen Generalversammlung im November zu belassen. Die Überraschung war deshalb für viele Mitglieder groß als am nächsten Tag per E-Mail die zur Verfügungsstellung der Ämter erklärt wurde. Vorwürfe an den Obmann und den Kapellmeister gab es auch in Sachen fehlende Kommunikation, mangelnde Sorgfalt, schlechte Jugendarbeit und angeblich genereller Niveauabfall was die Qualität des Spiels anbelangt.

Die ganze Situation dürfte aber bereits seit einiger Zeit unter der Oberfläche gegärt haben, denn acht Musikantinnen und Musikanten und eine Marketenderin verlasen teilweise schriftlich vorbereitete Statements und erklärten anschließend auch ihren Austritt aus der Bürgermusikkapelle. Die Betroffenheit war groß, waren doch darunter wichtige Stützen und langjährige Mitglieder der Musikkapelle.

Nach einigen Vermittlungsversuchen machte Bürgermeister Oberer einen konkreten Kompromissvorschlag. Er schlug vor die Sitzung zu unterbrechen und in den nächsten Tagen, Wochen gemeinsam einen Vorschlag für die Neubesetzung des Vereinsausschusses auszuarbeiten und diesen dann in der Sitzungsfortführung zu beschließen. Er bat die Ausgetretenen bis dahin ihren Austritt nochmals zu überdenken. Die Betroffenen waren aber auch unter neuer Führung nicht bereit ihren erklärten Austritt zurückzunehmen. Auf die Frage was müsse passieren damit sie dabeibleiben, antwortete ein Musikant der 23 Jahre bei der Musik war, „Es müssen 12 austreten damit ich dabei bleibe“. Nach dieser Aussage bat Kapellmeister Gerfried Breuss die 9 Ausgetretenen das Probelokal zu verlassen.

Die restlichen rund 35 verbliebenen Musikantinnen und Musikanten erklärten ihre Solidarität zur bestehenden Führung (ohne Wahl) und sprachen sich unisono für den Fortbestand der Bürgermusikkapelle aus. Es wurde aber auch angemerkt die Zeit bis zur ordentlichen Generalversammlung im November 2016 im Sinne der Musik zu nutzen. Die nächsten Monate werden nicht einfach sein, aber es haben sich bereits mehrere Personen gemeldet und ihre Unterstützung angeboten.
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