03.08.2016, 10:24 Uhr

Eiszeit ist vorbei: Auf der Schmelz geht was weiter

Mit sechs Hochbeeten hat die Bürgerinitiative FRISCH einen greifbaren Erfolg. Im September wird offiziell eröffnet. (Foto: Hesse)

Gespräche zwischen der Initiative FRISCH und der ASKÖ laufen wieder und der Gemeinschaftsgarten ist fertig.

RUDOLFSHEIM-FÜNFHAUS/OTTAKRING. Nach vier Jahren Kampf um Grünflächen auf der Schmelz kann die Bürgerinitiative FRISCH mit einem Gemeinschaftsgarten einen Erfolg verbuchen. Auf einer Fläche der Stadt in der verlängerten Johnstraße kann jetzt in sechs Hochbeeten gegartelt werden.

Nachdem die Gespräche zwischen der Bürgerinitiative FRISCH und dem Sportverband ASKÖ längere Zeit auf Eis lagen, ist man nun wieder darum bemüht, einen Konsens zu finden. Für September sind weitere Gespräche geplant. Auch der Bezirk ist auf der Seite der Initiative und würde bis zu 250.000 Euro inves-tieren, falls die Flächen zugesprochen werden und die Ideen passen.

Seit Sommer 2012 kämpfen Edith Wildmann, Peter Leeb und ihre Mitstreiter bereits für mehr Frei- und Grünflächen auf der Schmelz, einem 30 Hektar großen Gelände, welches zwischen einer Schule, dem Kleingärtnerverband, der ASKÖ und dem USI aufgeteilt ist. Maria Rienössl, Sprecherin des Universitätssport-institutes USI, könne die Diskrepanzen der einzelnen Parteien in diesem Fall nicht beurteilen. Das USI habe das Gelände selbst nur gemietet und sei außerhalb der Ferienzeit voll ausgelastet, könne also keine Flächen abtreten. Auch eine Teilnutzung während der Ferienzeit kommt ihrer Meinung nach nicht infrage. "Das ist in Wahrheit schwieriger als sich die Leute das immer vorstellen", kommentiert Rienössl die schwierige Situation.

Unterstützung vom Bezirk

Bezirksvorsteher Gerhard Zatlokal (SPÖ) sieht das Problem vor allem in Hinblick auf den Umstand, dass es sich bei der Schmelz um private Grundstücke handelt. "Seitens des Bezirks ist es daher nur dann möglich, den Wunsch nach mehr öffentlichen Flächen umzusetzen, wenn die Pächter oder Eigentümer dem auch zustimmen."

Die Tatsache, dass auf der Schmelz "so viele unterschiedliche Player und Interessen" vertreten sind, macht die Arbeit von FRISCH seiner Meinung nach zusätzlich kompliziert. So komme es vor allem auf den guten Willen der Eigentümer und Pächter an, um das geplante Projekt der Initiative auch realisieren zu können. Der Bürgerinitiative wolle man bei ihrem Vorhaben trotzdem weiterhin zur Seite stehen: "Momentan gibt es positive Signale, denn bei den Verhandlungen ist einiges in Bewegung."

Übrigens: Im September wird gemeinsam mit Bezirksvorsteher Gerhard Zatlokal der Gemeinschaftsgarten mit einem Fest eröffnet. Das genaue Datum dafür steht noch nicht fest.
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