11.04.2016, 13:01 Uhr

Ort für Ideen und Humanismus

Ein offenes Haus für Jugendliche und Junggebliebene - diese Philosophie vertreten Gerd Pardeller und Ruth Mayr.

Das "Mark", ein offenes Kulturzentrum für alle Menschen, freut sich über sein 50-jähriges Bestehen.

SALZBURG (lg). 50 Jahre auf dem Buckel, aber kein bisschen leiser: Das Kulturzentrum für Jugendliche und Erwachsene "Mark" in der Hannakstraße 17 im Stadtteil Sam feierte seinen 50-jährigen Geburtstag. Ein halbes Jahrhundert, in dem das Mark vielfältige soziale, kulturelle und politische Entwicklungen miterlebt hat und seiner Philosophie dennoch stets treu geblieben ist. "Unser Fokus liegt auf sozialen, humanistischen Werten und der Förderung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Davon ausgehend stellen wir uns den Herausforderungen unserer Zeit und versuchen Werte wie Toleranz und Solidarität in Salzburg zu stärken", erklärt Gerd Pardeller, der seit 2006 Geschäftsführer des Mark ist. Ein zentraler Bereich des Mark ist die Musik - und zwar die abseits des Mainstream. "Wir versuchen die Salzburger Veranstaltungslandschaft möglichst vielfältig zu ergänzen, von Rock und Metal über Goa und Techno bis hin zu Hip Hop ist so gut wie jedes Genre abgedeckt. Darüber hinaus stellen wir Bands einen Proberaum mit Tonstudio für Bandproben zur Verfügung", führt Pardeller aus.

Kochen in der Volxküche

Neben der Musik bietet das Mark eine breite Palette an Projekten, die das soziokulturelle Zusammenleben in Salzburg fördern sollen. "Bedürfnisse entdecken und diese weiterentwickeln. Oft kommen jungen Menschen mit einer Idee zu uns, wir spinnen diese Idee dann weiter", schildert Ruth Mayr, seit rund einem Jahr im Mark-Team aktiv. Daraus entstanden sind vielfältige und beliebte Projekte wie die "Volxküche", die "Bike Kitchen", Siebdruck-Workshops oder der Kleidertausch im Mark. Bei der Volxküche etwa wird jeden Donnerstag ab 19 Uhr gekocht, um 2.50 Euro kann jeder hinkommen und preiswert und gesund essen. "Salzburg ist ein teures Pflaster - mit der Volxküche wollen wir jedem die Möglichkeit geben, gut und günstig zu essen", ergänzt Mayr. Auch Flüchtlinge und Asylwerber werden in die Aktivitäten eingebunden. In der Bike-Kitchen, wo Fahrräder gemeinsam repariert werden, sind immer wieder Asylwerber mit dabei. Was sich das Mark für die Zukunft wünscht? "Wir wollen ein Bollwerk für gute Ideen und ein offenes Haus für alle sein und die humanistischen Werte in die Welt hinaustragen", resümiert Pardeller.
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