13.10.2016, 22:14 Uhr

Handwerkspreis für Tortenkünstlerin und Kunstschlosser

Mit ihrem Taufe Sweet Table – am Bild ist eine Beispieltorte, nicht das Siegerprojekt – hat Juristin und Konditormeisterin Andrea Isabelle Streitwieser den Handwerkspreis der Wirtschaftskammer gewonnen. Platz zwei ging an Schlosserei-Inhaber Christian Wieber und seine Mitarbeiter. Sie hatten herausragende Zunftschilder für einen Immobilienmakler in New York angefertigt.
Mit ihrem Taufe Sweet Table hat Juristin und Konditormeisterin Andrea Isabelle Streitwieser den diesjährigen Handwerkspreis der Wirtschaftskammer gewonnen. Platz zwei ging an Schlosserei-Inhaber Christian Wieber und seine Mitarbeiter. Sie hatten herausragende Zunftschilder für einen Immobilienmakler in New York angefertigt.

Der dritte Platz des Handwerkspreises ging an den Salzburger Steinmetz Erich Reichl. Er hatte den historischen Fußboden der Pfarrkirche Mariapfarr (Lungau) sowie den Altarraum aus Schaitberger Marmor wiederhergestellt, indem er in den Steinbruch in Obertauern reaktiviert hatte.

Andrea Isabelle Streitwieser wurde quasi auf dem zweiten Bildungsweg Konditormeisterin, denn die Juristin entschloss sich erst nach der Anwaltsprüfung lieber ihre Begeisterung für das Backen zum Beruf zu machen. Mit ihrem "Cake Couture"-Unternehmen setzt sie ungewöhnliche Tortenwünsche um: Vom hängenden Heißluftballon bis zu extravaganten Hochzeits-oder Tauftorten. "Es gibt nichts, das wir nicht schaffen", erklärt die strahlende Handwerkspreis-Gewinnerin. Den Sieg holte sie sich mit einem Taufe Sweet-Table: Es handelte sich um eine Karuselltorte, die sich nicht nur drehen konnte, sondern dazu auch Musik abspielte und mit aufwändigen kleinen Cookies in der Form von Pferdchen und MIni-Karusellen ausgestattet war. "Neben der vielenHandarbeit und tausend Arbeitsschritten ist es wichtig, dass alles stimmig ist", verrät die Konditormeisterin, Dass da schon mal 80 Arbeitsstunden drinnen stecken, versteht sich fast von selbst.

Alte Handwerkstechniken an Junge weitergeben

Viel kleinteilige Arbeit und präzise Handwerksunst erforderten auch das zweite Siegerprojekt – die Zunftsschilder aus der Schlosserei Wieber in der Salzburger Getreidegasse. Für einen US-Immobilienhändler mit europäischen Vorfahren haben Schlosserei-Inhaber Christian Wieber und seine Mitarbeiter fünf bis zu drei Meter lange und 1,80 Meter hohe Zunftschilder geschmiedet. Die mussten nicht nur auseinandergenommen und in Kisten verpackt in die USA geschickt werden, sondern davor auch noch teilweise mit 24 Karat Gold verziert werden. "Alleine das Vergolden hat 2.000 Euro pro Schild gekostet, der Transport 7.000 Euro", verrät Christian Wieber. Er ist stolz auf seine fünf Mitarbeiter – darunter einen Lehrling –, die diese Arbeiten mit viel Können udn Fachwissen ausgeführt haben. "Die duale Ausbildung bewährt sich, so werden alte Techniken an die Jungen weitergegeben."

Anerkennungspreise gingen nach Lamprechtshausen, Oberndorf und Saalfelden

Daneben gab es drei Anerkennungspreise: Einen Anerkennungspreis gab es für Otto Duswald aus Lamprechtshausen die Bauarbeiten am Schloss Tandalier in Radstadt sowie den Neubau des angeschlossenen Schulheims. Dabei handelt es sich um einen Betonbau mit geschwungenen Wänden, der sehr viel Handwerk erforderte. Einen Anerkennungspreis brachte "iTop", die weltweit erste und von Apple lizenzierte Tisch-Dockingstation für iPad dem iRoom-Unternehmer Marc Hofer aus Oberndorf ein. Ebenfalls einen Anerkennungspreis erhielt Buchbinder Christian Fuchs aus Saalfelden. Er hatte due neue Weinkarte im Restaurant Ikarus im Hangar 7 in besonders aufwändigem Buchbinder-Handwerk gestaltet: Die "Weinbibel" verfügt über 32 mit Leinen überzogene Flügelblätter, Fensterausstanzungen, ein Satinleseband und einen Einband aus schwarzem Kalbsleder.
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