25.04.2016, 14:52 Uhr

Kinderunfälle im Eigenheim

Emilian Zettel, Gabriel Edinger, Tagesmutter Edeltraud Stürzl und die Vizepräsidentin der Hilfswerks NÖ Elisabeth Kellnreiter.

Kinder im Bezirk Scheibbs sind auch in den eigenen vier Wänden vielen Gefahren ausgesetzt.

BEZIRK SCHEIBBS. Alle 13 Minuten verunglückt in Österreich ein Kind in den eigenen vier Wänden. Eine der häufigsten Ursachen sind Stürze, dabei könnten diese durch einfache Sicherheitsmaßnahmen oft vermieden werden.

Ein Rundgang in Mühling
Edeltraud Stürzl aus Mühling ist seit 15 Jahren als Tagesmutter beim Hilfswerk Niederösterreich tätig und betreut momentan insgesamt zwölf Tageskinder und die eigenen beiden Enkelkinder in ihrem Eigenheim.
"Ich betreue maximal sieben Kinder auf einmal an einem Nachmittag. Glücklicherweise ist noch kein schlimmerer Unfall passiert. Man muss sich aber immer der Gefahren bewusst sein, dass etwas passieren kann. Ich habe keine Sicherungsmaßnahmen an den Fenstern angebracht. Bei einem Fenster am Gang, das sehr weit unten angebracht ist, habe allerdings ich den Griff abmontiert", so Tagesmutter Edeltraud Stürzl.

Prävention ist das Um und Auf
"Unfälle mit Kindern im Eigenheim kann man nie völlig ausschließen. Deshalb ist Prävention und vorbeugende Unfallverhütung in den eigenen Räumen von ganz hoher Bedeutung. Die häufigste Unfallursache bei Kindern sind Stürze, die man oft mit dem richtigen Schuhwerk vermeiden kann, weil Kinder mit den Socken oft wegrutschen können. Auch Absperrungen an Stiegen und Sicherungen an Fenstern und Balkontüren sind günstige und effiziente Maßnahmen", sagt Veronika Ortner vom Roten Kreuz.
"Im Vorjahr wurden 112 Kinder und Jugendliche stationär im Landesklinikum Scheibbs aufgenommen. Ca. zehn bis 15 Kinder suchen täglich die chirurgische Ambulanz auf", erteilt der Ärztliche Direktor des Landesklinikums Scheibbs Friedrich Steger Auskunft.

Tipps für Kindersicherheit im Eigenheim

Kinder sollten beim Lüften und beim Fensterputzen niemals unbeaufsichtigt sein, Kinder mitnehmen, wenn man den Raum verlässt.
Keine Kletterhilfen wie Tische oder Sessel bei Fenstern oder Balkontüren aufstellen.
Nichts auf Fensterbretter oder Balkonbrüstungen legen, das ein Anreiz sein könnte.
Sicherungen an Fenstern und Balkontüren.

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