21.09.2016, 08:00 Uhr

Ein Feuerwerk aus Meiselding

Hans Matthias Liebenwein führt die Feuerwerk-Firma mit Standort in Meiselding bereits in der dritten Generation

Seit 1998 hat die Firma Liebenwein ihren Sitz in Meiselding. Auf der Wies'n schießt man schon ewig.

MEISELDING (stp). Mit einem 12-minütigen Musik-Feuerwerk wird am Mittwoch, 28. September, am 655. St. Veiter Wiesenmarkt gefeiert. Hinter der ganzen Show steckt die Firma Liebenwein aus Meiselding, für die das Wies'n Feuerwerk eine ideale Möglichkeit ist, sich der breiten Masse zu präsentieren.

Betrieb in dritter Generation

"Die Großfeuerwerke sind in den letzten Jahren generell zurückgegangen. Das Feuerwerk am Wiesenmarkt hat für uns einen reinen Werbeeffekt", erklärt Geschäftsführer Hans Matthias Liebenwein. Er führt das Unternehmen, das sein Großvater 1891 gegründet hat, bereits in dritter Generation.

Nach der Schließung des Standortes in St. Veit 1974 stand die Produktion bis 1998 still, ehe Liebenwein die Fabrik in Meiselding errichtete. Seit 2009 wird am Standort jedoch nicht mehr selbst produziert. Das Gelände dient rein als Lager bzw. Vertrieb für Produkte des Kooperationspartners Weco aus Deutschland.

Rückgang in der Branche

"Zu den besten Zeiten in St. Veit hatte die Firma 200 Mitarbeiter, kurz vor dem Einstellen der Produktion waren es 35", erzählt Liebenwein, der auch weiß, warum es nicht leicht ist, sich in der Pyrotechnik-Branche noch durchzusetzen: "Vieles wird in China produziert. Da kann man hier in Europa mit den Kosten nur schwer mithalten. Der Rückgang bei den Großfeuerwerken lässt sich so erklären, dass heutzutage jeder 16-jährige eine 2000-Gramm-Batterie mit über 100 Schuss selbst zünden darf. Die privaten Feuerwerke nehmen in den letzten Jahren enorm zu."

Aufbau auf der Wies'n

Das Großfeuerwerk am Wiesenmarkt zählt für die Firma daher zu den jährlichen Höhepunkten. Allein der Aufbau des Feuerwerkes am Mittwoch beginnt um 9 Uhr in der Früh. Sechs Leute sind daran beteiligt. "Das Feuerwerk wird automatisch mit Plastikplanen abgedeckt, falls es regnen sollte. Die bleiben bis zur Zündung drauf, die Raketen schießen durch die Plane in den Himmel", so Liebenwein.
Bis zur Zündung wird das aufgebaute Feuerwerk zudem streng bewacht.

Zur Sache

Firmengründer Josef Liebenwein zündete sein erstes Feuerwerk 1891 und begann 1895 mit der Herstellung von Feuerwerkskörpern. 1938 errichtete er die erste pyrotechnische Fabrik in St. Veit.

Der heutige Geschäftsführer Hans Matthias Liebenwein führt das Unternehmen bereits in dritter Generation und verlegte den Standort 1998 von St. Veit nach Meiselding, wo er eine moderne pyrotechnische Fabrik errichtete. 2009 ging er mit Deutschlands größtem Feuerwerksproduzenten Weco eine Kooperation ein.

Das Unternehmen beschäftigt aktuell sieben fixe Mitarbeiter sowie Saisonkräfte. Seinen Standort hat es am 30.000 m² großen Betriebsgelände in Meiselding. Weiters gibt es ein 73.000 m² großes Areal am Muraunberg, wo bis zu 110 Tonnen Schwarzpulver gelagert werden dürfen.
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