15.06.2016, 06:30 Uhr

Hürdenlauf für die Golfer

Der Golfplatz sollte 15 Arbeitsplätze nach St. Koloman bringen und eine touristische Bereicherung darstellen. (Foto: RMA/Archiv)

Die geplante 70 ha große 9-Loch Golfanlage in St. Koloman ist Geschichte. Was ist noch möglich?

ST. KOLOMAN (tres). Am 27. April 2009 wurde die Golfanlage St. Koloman Entwicklungs GmbH gegründet: 16 Gesellschafter, unter ihnen die Gemeinde St. Koloman, die sich damals bereit erklärt haben, die Kosten für die Erlangung einer rechtskräftigen Bewilligung für einen 18-Loch Golfplatz zu finanzieren.
Doch ob das jemals etwas wird mit dem St. Kolomaner Golfplatz steht in den Sternen.

Damals wurde angenommen, dass die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) bis Ende 2010 unter Dach und Fach sein wird und mit dem Bau begonnen werden kann. Doch nun ist es bereits Mitte 2016 und Maulwurfslöcher sind die einzigen Löcher auf dem Plateau zwischen Landes- und Gemeindestraße im Ortsteil Wegscheid, wo doch eigentlich gegolft werden sollte.

Konzept für die Schublade

Bereits die Flächenumwidmung hat sich aufgrund der akuten Personalknappheit der Naturschutzabteilung des Landes Salzburg um fast ein Jahr verzögert, dann verzögerte sich auch die Einreichung der UVP. Es gab Probleme mit Fachplanern und zudem kamen aufwändige Forderungen vom Land Salzburg dazu. Und nun haben auch noch zwei Grundstückseigentümer, deren Boden für das Projekt benötigt wird, die Vertragsverlängerung nicht unterschrieben.

Einer der Geschäftsführer der Golfgesellschaft, Günter Weiß, bestätigte der Bezirksblätter-Redaktion, dass die Golfanlage, so wie eigentlich geplant, nicht realisierbar sei: "Dabei hätten wir eigentlich alles beieinander, ein fixfertiges Projekt."

Abgespeckte Form?

Eine 70 ha große 9-Loch Anlage war einst angedacht, mit 6-Loch Übungsanlage inklusive Driving Range, Clubhaus und Restaurant. Der Golfplatz sollte 15 Arbeitsplätze nach St. Koloman bringen und eine touristische Bereicherung darstellen. Mehr als 300.000 Euro hat das Projekt schon gekostet: rein auf dem Papier.

Die Golfanlage St. Koloman Entwicklungs GmbH versucht nun, den Golfplatz doch noch bauen zu können, allerdings in abgespeckter Form. Gespräche laufen.
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