26.04.2016, 19:30 Uhr

Nach Vorfällen mit Waffen: Magistrats-Mitarbeiter fordern Bewachung

"Wir erstellen eine Kosten-Nutzen-Rechnung", sagt Villachs Magistrats-Direktor Hans Mainhart zu den Security-Forderungen (Foto: Stadt Villach)

Neue Büros der Rathaus-Sozialeinrichtungen am Hans-Gasser-Platz sollen mit Security geschützt werden. Als Vorbild dient Klagenfurt.

VILLACH (kofi). Heftige Diskussionen gibt es derzeit im Magistrat Villach. Grund dafür sind bevorstehenden Umsiedlungen. Wie berichtet, werden ja die Rathaus-Mitarbeiter aus den Bereichen "Soziales" und "Jugendwohlfahrt" in den Neubau am Hans-Gasser-Platz wechseln. Im Herbst ist es so weit.

Streit um Büros

Doch jetzt gibt es Brösel – gleich aus zwei Gründen: Zum einen ist zwischen den Mitarbeitern von "Jugendwohlfahrt" (derzeit noch in der Gerbergasse) und "Soziales" (im Rathaus) ein Streit um die besten Büros an der neuen Adresse ausgebrochen. "Ja, es gibt Querelen", wird aus dem Rathaus bestätigt. Die Rivalität der beiden Einrichtungen sei bekannt und existiere seit Jahren, nun sei sie voll ausgebrochen.

Sicherheits-Bedenken

Der zweite Punkt, um den diskutiert wird, ist nachvollziehbarer: Mitarbeiter der Sozialeinrichtungen fordern an der neuen Adresse Sicherheits-Personal als Schutzmaßnahme. In Klagenfurt etwa gibt es seit November Security-Männer beim Sozialamt. Anlass waren zwei Vorfälle: Bei einem hatte ein Klient ein Messer bei sich, bei einem zweiten Mann wurde Munition gefunden.

Immer mehr Städte arbeiten seither an Sicherungskonzepten für ihre Mitarbeiter. Auch Villachs Magistratsdirektor Hans Mainhart bestätigt Überlegungen: "Ich bin in Gesprächen mit meinem Klagenfurter Amtskollegen Jost. Nun gilt es zu eruieren: Was kostet Security? Was bringt sie?"

Klagenfurt hat reagiert

Klagenfurts Sozial-Stadtrat Jürgen Pfeiler will auf die Security bei seinen Ämtern nicht mehr verzichten: "Wir haben beste Erfahrungen gemacht. Die Zeiten haben sich leider geändert: Bei Themen wie Mindestsicherung ist mittlerweile sehr viel Emotion und leider auch Aggression im Spiel. Seit wir einen Sicherheitsmann an der Tür stehen haben, gibt es keinen Ärger mehr."

Nun denke man, sagt Pfeiler, sogar über eine Ausweitung des Security-Konzepts auf alle Magistratsgebäude nach.
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