09.05.2016, 08:37 Uhr

Schöffelgasse: Jetzt wird's schräger

Endlich schräg genug: Schrägparker im 30-Grad-Winkel in der Schöffelgasse.

Die Schöffelgasse kommt nicht zur Ruhe: Nun wurden die Schrägparkplätze neu markiert.

WÄHRING. Zuerst investieren, dann nachdenken: Das scheint die Vorgehensweise in der Schöffelgasse gewesen zu sein. Jetzt wurden die einzelnen Schrägparkplätze noch einmal markiert. Der standardmäßige Winkel von 45 Grad der Stellplätze zum Gehsteig verbrauche zu viel Platz der Fahrbahn und musste auf 30 Grad reduziert werden, heißt es aus der Bezirksvorstehung. Weil sich die Autofahrer ohne Markierungen für jeden einzelnen Parkplatz nicht daran halten, wurden ebendiese Markierungen jetzt angebracht.

Zur Vorgeschichte: Die Schöffelgasse wurde, nachdem eine Mehrheit der Gassenbewohner sich dafür ausgesprochen hatte, von Februar bis Mai 2015 zwischen der Lidl- und der Czartoryskigasse als Einbahn geführt. Das Argument dafür war, dass in der Gasse oft zu schnell gefahren werde, es zu laut sei und dass man in einer Einbahn Schrägparkplätze errichten könne.

Stau bis Hernals
Das Ergebnis waren Staus, von denen auch die Buslinie 42A betroffen war, und Empörung unter den Autofahrern. Auch in Hernals wurde die Maßnahme kritisiert, da sie zu Staus in der Czartoryskigasse führte. Schließlich wurde das Experiment beendet und die Einbahn wieder aufgehoben.

Schrägparker bleiben
Nicht zurückgenommen wurde aber der Plan, Schrägparkplätze im Abschnitt zwischen der Lidl- und der Czartoryskigasse zu markieren. Es gibt sie seit November 2015. Außerdem wurde dem Wunsch der Anrainer nach Verkehrsberuhigung entsprochen, indem Bodenschwellen errichtet wurden. Die zusätzlichen Parkplätze werden nach der Einführung des Parkpickerls aber gar nicht mehr gebraucht, heißt es von der neuen Bezirkschefin Silvia Nossek (Grüne). Der Plan ist noch unter dem ehemaligen Bezirkschef Karl Homole (ÖVP) entstanden.

Nun sind sie aber da – und bleiben auch, eben ein wenig schräger als zuvor.
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