06.09.2016, 22:38 Uhr

Die Qual der dritten Wahl

Was Grüne und Blaue im Bezirk alles planen, um ihre Wählerschaft noch einmal zu mobilisieren.

WAIDHOFEN/YBBS. Die Sommerpause ist zu Ende und der Politalltag holt zum dritten und (vorläufig?) letzten Wahlkampf um die Bundespräsidentschaftswahl am 2. Oktober aus. Noch einmal heißt es für die unterstützenden Parteien, sich in Stellung zu bringen, Kräfte zu bündeln und Wahlsprüche zu schmieden, um den zum Teil schon leicht gereizten Wähler für den Urnengang zu motivieren.

"Van der Bellen unglaubwürdig"
"Unser Wahlkampf wird in sehr kleinem Ausmaße stattfinden", so der geschäftsführende FP-Obmann Waidhofens Josef Gschwandegger. "Wir werden neben den Standardplakaten auch noch Flugblätter und kleinere Werbegeschenke verteilen. Eine eigene Wahlveranstaltung wird es aber nicht mehr geben", so Gschwandegger, der davon überzeugt ist, dass, "wenn die Wahl dieses Mal so abläuft, wie auch vom Innenminister gefordert, dann wird einem Sieg von Norbert Hofer nichts im Wege stehen". Nachsatz: "Vor allem, weil sich Kontrahent Van der Bellen mit seinen Heimatsagern mehr als unglaubwürdig präsentiert hat."

"Hofer hat Leichen im Keller"
Auch für die Grünen stellt sich ein überschaubarer Wahlkampf ein. "Wir haben zwar wieder Wahlkampfspenden erhalten, aber das Budget lässt keine großen Sprünge mehr zu", lässt Waidhofens Gemeinderat Erich Abfalter wissen. "Es wird sicher wieder ein sehr knappes Wahlergebnis werden, aber ich sehe unsere Chancen, trotz der gegenwärtigen Stimmungslage aufgrund der Flüchtlingsdiskussion, intakt. Wer ein freies und europäisches Österreich will, der weiß, wo das Kreuz zu machen ist." Angesprochen auf die "Unglaubwürdigkeit" Van der Bellens entgegnet Abfalter scharf: "Auch Norbert Hofer hat Leichen im Keller."
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