03.08.2016, 14:37 Uhr

Stadtsenat für Ankauf des Greif-Areals

Der Welser Stadtsenat sprach sich einstimmig für den Kauf des Greif-Areals aus. (Foto: Stadt Wels)

Die Mittel sollen aus dem Verkauf der Sparkassen-Anteile stammen.

WELS. Der Welser Stadtsenat sprach sich in einer Sondersitzung am 2. August einstimmig für die Aufnahme von Vertragsverhandlungen zum Ankauf des Greif-Areals aus. Geführt werden die Kaufgespräche seitens der Stadt Wels von Bürgermeister Andreas Rabl. Konkret beabsichtigt ist der Ankauf des rund 2880 Quadratmeter großen Mitteltrakts (inklusive Stadttheater) an der Rainerstraße. Neben der Erhaltung des Stadttheaters ist dort die Errichtung eines neuen Verwaltungsgebäudes vorgesehen. Weiters ist der Erwerb eines rund 280 Quadratmeter großen Bereichs im Südwesten (derzeitige "Backwerk"-Filiale) beabsichtigt, um dort ein Bürgercenter zu errichten. Der Nord- und Südteil soll von Investoren entwickelt werden.

Mittel aus Verkauf der Sparkassen-Anteile

Laut Rabl wird der Kaufpreis bei positivem Abschluss der Vertragsverhandlungen aus Mitteln des Verkaufs der Sparkassenanteile erfolgen. "Einen Teil der notwendigen Summe würden wir durch den Verkauf der nicht mehr benötigten Amtsgebäude lukrieren. Darüber hinaus erspart sich die Stadt dann auch die Miete für das Stadttheater in der Höhe von 110.000 Euro pro Jahr", sagt Rabl. Der Stadtsenatsbeschluss wurde einstimmig und fraktionsübergreifend gefasst. "Das Greif-Areal und das darin befindliche Stadttheater sind ein wichtiger Teil der kulturellen Identität unserer Stadt. Der nun gefasste Stadtsenatsbeschluss ist daher absolut zu begrüßen", sagt Kulturstadtrat Johann Reindl-Schwaighofer (SPÖ). Für Wirtschaftsstadtrat Peter Lehner (ÖVP) ist es das Ziel, "die Innenstadt zu verdichten und mit einer größeren Anzahl von Bewohnern auch natürliche Frequenzen in die Stadt zu bringen." Durch die Verwertungsplanungen des Greif-Areals könne man dies erreichen. "In Kombination mit dem Projekt "Zukunftshaus" bietet es sich perfekt an, das Greif-Areal zum 'Welser Zukunftsquartier' zu entwickeln." Außerdem sieht Lehner dies als Möglichkeit, die Innenstadt kundenfreundlicher zu machen. Daher bleiben für ihn öffentliche, barrierefreie Toilettenanlagen mit Still- und Wickelzone sowie Schließfächer ein wichtiges Thema. "Die Erhaltung des Kaffeehauses und die teilweise Nutzung der Erdgeschossfläche für Einzelhandelsflächen sind ebenso positiv wie Überlegungen bezüglich Wohn- und Büronutzungen am Greifareal", meint der Wirtschaftsstadtrat.
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