11.05.2016, 09:31 Uhr

Blaue Schafe vor dem Museumsquartier – ein Zeichen für Frieden und Gleichheit

WIEN. Blaue Schafe vor dem Museumsquartier Wien letztes Wochenende: Kein genialer Marketing-Gag im Wahlkampffinale, sondern ein Friedenszeichen des deutschen Aktionskünstlers Rainer Bonk. Die Schafe waren natürlich nicht echt, sondern aus Polyester, 60 cm hoch, 80 cm lang, 30 cm dick und 8 kg schwer.

Entwickelt hat Bonk die blauen Schafe bereits im Jahr 2001. Warum gerade blau ? Die Signalfarbe steht für das Verbindende und ist auch die Farbe der EU, der UNO, der UNESCO oder eben der Europäischen Friedensbewegung. Alle Schafe sind identisch und nur echt mit der Marke des Künstlers auf der Unterseite. Es gilt der Grundsatz „Alle sind gleich – Jeder ist wichtig !“ Die Botschaft dahinter: Abseits aller kultureller, ethnischer, religiöser, geschlechtlicher oder sozialer Unterschiede sind alle Menschen gleichwertig und über ihre gemeinsame Gefühlswelt miteinander verbunden.

Das Projekt der „Blauen Friedensherde“ begann 2009 in Venedig bei der internationalen Kunstausstellung „Open 12“. Seitdem kamen die kleinen Kunsttierchen bereits weit herum und weideten in mehr als 120 Städten, darunter auch vor dem EU-Parlament in Straßburg, vor dem Reichstag in Berlin oder vor dem Brüsseler Atomium.

Freitag und Samstag durften sie das sonnige Wien vor dem MQ bzw. gegenüber den historischen Museen genießen. Wien ist damit auch Bestandteil des weltweiten Friedens-Kunstprojektes. Ob alle ihre Bürger diese Botschaft auch verstanden haben UND diese auch leben, bleibt allerdings dahingestellt.

www.oliverplischek.at
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edith stöhr aus Favoriten | 13.05.2016 | 18:48   Melden
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